Die Krefeld Pinguine haben zwar eine Paradereihe, aber dennoch ein Sturmproblem. Das kann den Trainer letztlich den Job kosten.

Pinguine-Trainer Martin Jiranek verzweifelt oft an der Hilflosigkeit seiner Stürmer vor dem Tor.
Pinguine-Trainer Martin Jiranek verzweifelt oft an der Hilflosigkeit seiner Stürmer vor dem Tor.

Pinguine-Trainer Martin Jiranek verzweifelt oft an der Hilflosigkeit seiner Stürmer vor dem Tor.

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Pinguine-Trainer Martin Jiranek verzweifelt oft an der Hilflosigkeit seiner Stürmer vor dem Tor.

Krefeld. Als in Nürnberg die Schlusssirene ertönt war, der knappe 5:4-Sieg der Krefeld Pinguine damit feststand, durfte auch Martin Jiranek ein wenig aufatmen. Mehr aber auch nicht. Die Sorgenfalten sind geblieben, weiß doch der Cheftrainer der Pinguine genau, dass er noch lange nicht aus der Schusslinie ist. Denn die sportliche Situation der Krefelder im Kampf um einen der Play-off-Plätze in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hat sich nach diesem Auswärtssieg nur unmerklich verbessert.

Geblieben sind die Schwachpunkte, die vom Trainer in den kommenden Tagen und Wochen noch einiges an Schwerstarbeit verlangen. Sicher, die Umstellung der einzelnen Blöcke hat sich zumindest beim schnellen Führungstreffer ausgezahlt, für den die deutsche Angriffsreihe mit Daniel Pietta, Patrick Hager und Michael Endraß als Torschütze verantwortlich zeigte. Auch, dass Jiranek am Paradesturm mit Herberts Wasiljews (1 Tor, 3 Vorlagen), Charlie Stephens (2 Vorlagen) und Boris Blank (1 Tor) festhielt, zahlte sich in Nürnberg aus. Das Trio stand bei den vier folgenden Treffern auf dem Eis.

Das zeigt aber zugleich deutlich die Misere im Spiel der Pinguine auf. Denn im bisherigen Saisonverlauf lebten die Krefelder meist von der Produktivität des ersten Sturms sowie eines Richard Pavlikovsky, der als Abwehrspieler mit sechs Treffern gemeinsam mit Stephens und Patrick Hager die interne Torjägerliste anführt und dabei allein so oft ins Schwarze getroffen hat wie Roland Verwey (1), Rob Globke (3) und Lynn Loyns (2) zusammen - und wie zuletzt in Nürnberg so nebenbei wieder zum Matchwinner avancierte.

Wenn die Stürmer einfach das Tor nicht treffen

Eine solche Torgefährlichkeit möchte man auch den übrigen Sturmblöcken wünschen. Während die Youngster-Reihe mit André Huebscher, Andreas Driendl, vormals Michael Endraß und wechselweise Philip Riefers weitgehend andere Aufgaben zu erfüllen haben, kommen Verwey, Globke, Loyns, Payer und auch Daniel Pietta in dieser Saison einfach nicht in Tritt.

Egal, wie auch immer Jiranek die Reihen bisher zusammensetzte, funktioniert hat es nicht wirklich. Und weil man nur mit eineinhalb bis zwei Sturmreihen auf Dauer in einer Saison nicht bestehen kann, hat der Trainer genau da ein Problem. Er kann mit seinen Jungs zwar im Training arbeiten, alles versuchen, die Ladehemmung zu lösen, doch im Grunde müssen die Akteure selbst den Kopf vor dem gegnerischen Tor freibekommen. Pech für einen Trainer, der unter Beschuss steht, dass er darauf mehr oder weniger angewiesen ist.

Nach den beiden Partien am kommenden Wochenende gegen die Hamburg Freezers (Freitag, 19.30 Uhr) und bei den Straubing Tigers (Sonntag, 18.30 Uhr) macht die Deutsche Eishockey Liga aufgrund des Deutschland-Cups erst einmal Pause. Für die Pinguine geht es nach einer elftägigen Unterbechung erst am Freitag, 13.November, 19.30 Uhr, mit dem Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt im Meisterschaftsbetrieb weiter.

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