Es gibt sie – diese Vertragsverlängerungen, bei denen ein ausgehandeltes Papier mal eben unterschrieben wird. Mund abputzen und fertig. Bei Daniel Pietta ist das anderes. Und das hat gleich mehrere Gründen.

Der Stürmer hat nie wirklich irgendwo anders gespielt. Er hat sich im Trikot der Pinguine zu einem der besten Spieler der Liga entwickelt. Er ist anerkannt – in der Mannschaft, bei den Fans. Und im Club. Er ist sympathisch, ein Typ ohne Starallüren, ohne Macken und doch mit Kanten.

Pietta ist das Gesicht der Pinguine. Und er soll es bleiben. Über Jahre. Das neue Vertragsangebot liegt auf dem Tisch, wie er der WZ zu Wochenbeginn sagte. Über seine Entscheidung schweigt er – in der Öffentlichkeit. Nicht aber am Ort seiner Arbeit. Beim Eishockey. Im König-Palast. Vor den Fans. Nach dem Derby gegen Köln sagte er am Stadionmikrofon: „Ich bin Krefelder und werde nicht nach Köln wechseln.“ Gesagt hat er nicht: „Und ich bleibe in Krefeld.“

Piettas Äußerung lässt sich nun als Wink mit dem Zaunpfahl deuten. Für die, die Pietta nur im Pinguine-Trikot kennen und weiter sehen wollen, heißt das nicht mehr und nicht weniger als das – er bleibt. Für die, die mutmaßen, ein Profi im besten Alter suche noch nach einer Herausforderung, die zudem besser dotiert wird als bisher, heißt das nicht mehr und nicht weniger als das – da nimmt einer durch die Blume Abschied und spendet den Fans vorsorglich schon ein wenig Trost. Pietta ist Profisportler – im Herzen ist und bleibt er natürlich ein Krefelder.

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