Die Krefeld Pinguine besiegen das Topteam Kölner Haie mit 2:0 und festigen so Tabellenrang drei.

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Joel Perrault (M.) erzielte am Freitag seinen ersten Heimtreffer. Links im Bild Haie-Goalie aus den Birken.

Joel Perrault (M.) erzielte am Freitag seinen ersten Heimtreffer. Links im Bild Haie-Goalie aus den Birken.

D. Jochmann

Joel Perrault (M.) erzielte am Freitag seinen ersten Heimtreffer. Links im Bild Haie-Goalie aus den Birken.

Krefeld. Was für ein Spiel vor ausverkaufter Hütte: Die Krefeld Pinguine haben nach den tollen Siegen in München und Nürnberg auch das Spitzenteam Kölner Haie besiegt. Vor 8029 Zuschauern im König-Palast gewann die Mannschaft von Trainer Rick Adduono mit 2:0.

Dabei hatte Adduono auf Kyle Sonnenburg, David Fischer und Herberts Vasiljevs verzichten müssen, konnte aber die gleiche Aufstellung wie beim 6:0-Sieg am Dienstag in Nürnberg aufbieten. Die Kölner Haie mussten auf Marcel und Moritz Müller, sowie Andreas Holmqvist und Charlie Stephens verzichten.

Kölns Goalie aus den Birken erweist sich zunächst als unüberwindbar

Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles und umkämpftes Spiel. Die Kölner griffen von der ersten Sekunde an früh an. Krefelds Adam Courchaine und im Gegenzug Kölns Nathan Robinson (2.) hatten erste Gelegenheiten zur Führung. Nachdem die Pinguine ihr erstes Überzahlspiel nicht nutzen konnten, prüfte Mitja Robar den Kölner Goalie Danny aus den Birken. Kein Problem für den 28-Jährigen, der die laut Statistik der zurzeit beste DEL-Torwart ist.

Von der Aussagefähigkeit dieser Statistik konnten sich die Pinguine vor allem nach dem Power Break überzeugen. Wie so häufig erspielten sich die Krefelder zahlreiche Torchancen, wie so häufig war die Verwertung verbesserungswürdig. 17 Torschüsse gaben die Pinguine auf das Kölner Tor ab, wieder und wieder scheiterten sie am Goalie.

Die größten Chancen vergaben Christian Kretzschmann (11.) und Daniel Pietta (14.), die frei vor dem Tor nur hätten über den schon liegenden Haie-Goalie lupfen müssen. Aber auch die Kölner hatten Chancen. Die Pinguine konnten sich bei Tomas Duba bedanken, der in höchster Not gegen Robinson rettete (16.).

Pinguine - Tor: Duba (Lang); Abwehr: Meyers - Mebus, St.Pierre - Robar, Akdag - Hanusch; Sturm: Clark - Pietta - Courchaine, Methot - Voakes - Blank, Sofron - Driendl - Perrault, Verwey - Kretschmann - Schymainski

Schiedsrichter: Christian Oswald (Kaufbeurern) und Stefan Vogl (München)

Zuschauer: 8029 (ausverkauft)

Tore: 1:0 (26:05) Perrault (Meyers, Courchaine), 2:0 (49:41) Courchaine (Mebus, Pietta)

Strafen: Krefeld 12, Köln 10

Liveticker Das Spiel am Sonntag gegen Berlin (17.30 Uhr) können Sie wie gewohnt im WZ-Liveticker verfolgen.

War schon das erste Drittel nicht gut für die Krefelder nerven, so strapazierte das zweite noch weiter. Die Pinguine waren weiter auf dem Vormarsch, aber zu Beginn in Überzahl erfolglos, weil Clark den Puck nicht im Tor unterbringen konnte. Nach weiteren vergeblichen Versuchen – mittlerweile war es ein Duell Krefeld gegen Danny aus den Birken – ging dann in der 27. Minute der der Knoten endlich auf. Clark und Perrault fuhren auf einen Kölner Verteidiger zu, Clark behielt die Übersicht und Perrault musst nur noch die Kelle hinhalten.

Das erste Heimtor für den Kanadier, der immer besser in Form kommt. Ruhiger wurde es durch die Heimführung allerdings nicht. Zwei Minuten später fingen sich die Pinguine zwei Strafen ein und spielten 1:25 Minuten in doppelter Unterzahl. Die Krefelder verteidigten clever, lautstark angefeuert von den Fans. Zur Spielmitte hielt es schon keinen Zuschauer mehr auf den Sitzen.

Wieder komplett, hatte Schymainski die Chance zum 2:0. So blieb es beim knappen Vorsprung. Duba war gegen Yared Hagos (33.) und Philip Gogulla (37.) zur Stelle. Adduono hatte recht mit seiner Prognose behalten, dass es auch ein Duell der Torhüter werden würde.

Im dritten Drittel versuchten die Haie den Ausgleich mit der Brechstange zu erzielen und erspielten sich ein Übergewicht. Das Spiel wurde hektischer, schöne Spielzüge Mangelware. Mitten in den Kölner Sturmlauf hinein schlug der „Circus Krone“ zu. Nach tollem Pass von Oliver Mebus vollstreckte Courchaine zum 2:0 (50.). Am Ende hätte es noch höher ausfallen können.

„Wir wussten, dass wir bei einer guten Leistung Köln schlagen können. Das war eine tolle Teamleistung“, so Boris Blank.

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