Die Pinguine haben in 17 von 42 Spielen mindestens zwei schnelle Gegentore kassiert.

Die Pinguine haben in 17 von 42 Spielen mindestens zwei schnelle Gegentore kassiert.
Wenig glückliche Pinguine in München (v.l.): Christian Kretschmann, Dominik Meisinger, Oliver Mebus und Lukas Koziol.

Wenig glückliche Pinguine in München (v.l.): Christian Kretschmann, Dominik Meisinger, Oliver Mebus und Lukas Koziol.

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Wenig glückliche Pinguine in München (v.l.): Christian Kretschmann, Dominik Meisinger, Oliver Mebus und Lukas Koziol.

Krefeld. Viel weiter geht es kaum in der Liga und so tut man gut daran, die lange Zeit im Bus zu nutzen. Zumal, wenn es aus München zurück an den Niederrhein geht, der Schlaf im eigenen Bett erst nach Mitternacht beginnen kann. Und vor allem dann, wenn es wieder einmal etwas aufzuarbeiten gibt, wieder etwas nicht so ganz Erfreuliches, wieder eine Niederlage, diesmal mit 1:6, und wieder eine mit einem in dieser Spielzeit stetig wiederkehrenden Merkmal. Die Pinguine können Doppelschläge – leider nur in negativer Hinsicht gegen sich selbst.

„Das war der Killer für uns“, sagt Fritzmeier zum 0:2 in Überzahl

Franz-David Fritzmeier hat am Sonntag nach dem Spiel in der bayrischen Hauptstadt im Bus gleich mit der Analyse des Spiels begonnen. Die DEL stellt allen Club nach einem Match eine DVD des Spiels zur Verfügung, mit Laptop ruft Fritzmeier ein spezielles Analyse-Programm ab, um die wesentlichen Merkmale des Spiels zu charakterisieren. Und manchmal, sagt Fritzmeier, sehe man auf Video die Situation noch einmal anders.

Die in seinen Augen entscheidende indes, brauchte er sich nicht mehr anzuschauen – den Scheibenverlust von Mike Collins und das sich daraus entwickelnde 0:2 bei eigener Überzahl.

Fritzmeier: „Das war der Killer für uns.“ Um dann nur weitere 2:29 Minuten später das dritte Gegentor zu kassieren. Die Pinguine verlieren deshalb in Serie, weil sie dieses Merkmal für sich in dieser Spielzeit kultiviert haben.

Quote der Doppelschlag-Gegentore liegt bei 40,5 Prozent aller Spiele

Der Pinguine-Cheftrainer kennt seine Pappenheimer offensichtlich ziemlich gut, obwohl sein Analyse-Programm ihm darüber keine Auskunft gibt. Als die WZ ihn Montag mit der Frage konfrontierte, in wie vielen der bisherigen 42 Begegnungen dieser Spielrunde das Team mit einem Doppelschlag auffällig wurde, sagt Fritzmeier: „15 oder 16 denke ich.“ Es sind exakt 17 Spiele, in denen sich die Pinguine so sehr selbst im Wege standen, dass es aus den Niederlagen kaum ein Entrinnen gab.

Daniel Pietta hat gegen Iserlohn einen DEL-Saisonrekord aufgestellt. Der Stürmer hat 14 Schüsse auf das Tor abgegeben. Bisher hatte Damien Fleury von Schwenningen mit 13 die meisten in einem Spiel – am 30. Dezember beim 4:3 n.P. gegen die Kölner Haie.

Tomas Dubas Comeback gegen Iserlohn war geglückt, gekrönt mit dem Sieg in der Verlängerung. Am Gegentor konnte der Torhüter nichts machen. Unter den Fans gibt es Initiativen, dass Duba unbedingt bleiben muss. In München setzte es für ihn vier Gegentore in 33 Minuten – bis er dann raus ging.

Herberts Vasiljevs hatte vor dem Spiel in München sechs Punkte in sechs Spielen. In München aber -4. Andreas Driendl und David Fischer waren mit je -3 nicht viel besser.

Oliver Mebus hat in München nur gespielt, als Scott Valentine nach der Spieldauer-Disziplinarstrafe draußen war. Am Freitag gegen Iserlohn stand Mebus hingegen keine einzige Sekunde auf dem Eis.

Unter Trainer Franz-David Fritzmeier ist es das dritte Mal, dass die Pinguine in einem Auswärtsspiel vier Gegentore im zweiten Drittel kassieren und dadurch das Spiel praktisch verloren wird. Zuvor war das bereits in Ingolstadt und auch München so – dazu in Wolfsburg waren es drei Gegentreffer in Drittel zwei.

Das Spiel der Pinguine im König-Palast am Freitag (5.2.) gegen die Kölner Haie können Sie bei uns im Internet ab 19 Uhr im Liveticker verfolgen unter

wz.de/krefeld

Zweimal gelang ihnen das noch – gleich zum Saisonauftakt beim 5:3 in Augsburg, sowie beim 5:3-Heimerfolg gegen Mannheim – beide Spiele im übrigen unter Vorgänger Rick Adduono.

In 16 Spielen unter dem Kanadier waren es in sechs Spielen Doppelschläge, in 26 Begegnungen unter Fritzmeier in immerhin elf Partien. Im Saisonmittel haben die Pinguine in 40,5 Prozent aller Spiele zwei schnelle Gegentore bekommen, Adduonos Quote liegt bei 73,5 Prozent, Fritzmeiers bei 42,3 Prozent. In München toppten die Pinguine die Doppelschlag-Quote mit dem zusätzlichen Merkmal zum zweiten Mal innerhalb von nur vier Spielen zwei Gegentore in Überzahl in einem Spiel zu kassieren. Insgesamt sind es in dieser Saison jetzt zehn Gegentore in eigener Überzahl – nur Augsburg (11) ist schlechter.

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