Die bevorstehende Einigung über den Mietvertrag ist keine wirkliche Überraschung zwischen zwei Parteien, die zwingend aufeinander angewiesen sind. Erstaunlicher ist die Art und Weise wie dieses Baby das Licht der Welt erblicken wird – mit einer Zangengeburt.
Den beiden Parteien des Vertragswerks ist zu gute zu halten, dass sie für einige Widrigkeiten keine Verantwortung tragen – das politisch schwierige Klima in der Stadt, oder der Umstand, das vor der Kommunalwahl im vergangenen Jahr niemand dieses brisante Thema anpacken und sich Schrammen einfangen wollte. Dass dieser Vertrag nicht längst verlängert ist, ist das eigentliche Versäumnis. Erst so konnten die Pinguine die Fans mobiliseren und die Politik vor sich hertreiben.


Dass die Verhandlungen mehr auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten ausgetragen wurden, als sie seriös und professionell im Hintergrund abzuwickeln, dokumentiert das Binnenverhältnis von Mieter und Vermieter. Beim Verkünden von Ergebnisses dürfte es auch wieder etwas eitler zugehen. Dazu aber hat niemand der Beteiligten Anlass. Wenn der Vertrag unterschrieben ist, sind beide aufgefordert, zu einem anderen Miteinander im täglichen Umgang zu gelangen – zum vielzitierten Wohl des Eishockey-Standortes.

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