Die Krefelder verlieren mit 1:4 in Ingolstadt, weil sie im Mitteldrittel grobe Schnitzer begehen.

ERC Ingolstadt - Krefeld Pinguine

PIX-Sportfotos/Michael Mundt

Krefeld. Die Krefeld Pinguine haben ihre fünftägige Bayerntour mit einer Niederlage begonnen. Die Krefelder unterlagen am Dienstagabend in Ingolstadt aufgrund eines katrastrophalen Mitteldrittels mit 1:4. Die Ingolstädter erzielten alle vier Treffer im Nachschuss.

Bereits am Montag hatten sich die Pinguine auf die rund 550 Kilometer lange Anreise nach Oberbayern gemacht um ausgeruht in das Spiel gegen die Panther zu gehen. Sie erwarteten eine stürmische Ingolstädter Mannschaft, denn die Panther hatten am Sonntag eine herbe 1:6-Heimniederlage gegen Augsburg einstecken müssen. Franz-David Fritzmeier hatte nicht nur aus diesem Grund eine stabilere Defensivleistung von seiner Mannschaft gefordert und wurde zumindest in den ersten 20 Minuten nicht enttäuscht.

Ingolstadt hatte zwar einige Chancen, doch das Tor von Patrick Galbraith geriet selten in ernsthafte Gefahr. Brenzlig wurde es für den Dänen nur, als Petr Taticek alleine auf ihn zulief, aber am Tor vorbeizielte (5.) und als Torjäger Thomas Greilinger zum Bauerntrick ansetzte, doch John Laliberte verpasste knapp vor dem Tor (13.). Die Rückkehr von David Fischer, der trotz eines gebrochenen Zehs auflief, schien der Defensive im Gegensatz zu der 4:7-Niederlage gegen Mannheim zunächst mehr Sicherheit zu geben.

Doch damit war es im zweiten Drittel vorbei - die Pinguine brachen völlig auseinander. Nur 97 Sekunden waren gespielt als Tomas Kubalik die Gastgeber in Führung brachte. Galbraith hatte einen Schuss von Jared Ross unglücklich abprallen lassen (22.). Als Oliver Mebus auf der Strafbank saß, waren die Panther dem zweiten Treffer sehr nahe, doch Galbraith konnte zunächst Schlimmeres verhindern (25.). Der Däne musste sechs Minuten später den Puck zum zweiten Mal aus dem eigenen Netz holen. In Überzahl brachte Ross einen Abpraller zum 2:0 (31.) über die Linie. Brandon Buck traf 132 Sekunden später– erneut per Nachschuss – zum 3:0 (33.).

In dieser Phase ließen die Pinguine ihren Gegenspielern zu viel Platz. Die Konsequenz: das vierte Gegentor. Zum vierten Mal war Ingolstadt mit einem Abstauber erfolgreich, Alexander Barta war der Torschütze (36.). Auch wenn Galbraith bei den vielen Schüssen – 22 Schüsse gaben die Panther alleine im zweiten Drittel auf das Krefelder Tor ab – nicht immer eine gute Figur abgab, wurde er von seinen Vorderleuten im Stich gelassen.

Tor: Galbraith (Klein, Di Berardo);
Abwehr: Valentine - Fischer, Mebus - Weihager, Supis - Sonnenburg, Schmitz;
Sturm: Schymainski - Pietta - Eriksson, Collins - Hurtubise - Hauner, Vasiljevs - Driendl - Sofron, Meisinger - Hagos - Kretschmann

1:0 (21:37) Kubalik (Lebler, Ross), 2:0 (30:34) Ross (Salcido, Kohl - 5:4), 3:0 (32:46) Buck (Kohl, Irmen), 4:0 (35:31) A. Barta (Taticek, Grelinger), 4:1 (45:15) Hurtubise (Hauner)

Haupt, Oswald

3 760

Ingolstadt 6, Krefeld 14

Das DEL-Spiel der Krefeld Pinguine am Freitagabend in München können Sie bei uns im Internet ab 19 Uhr im

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Die Pinguine kamen erst kurz vor Drittelende zu ihrer ersten guten Möglichkeit, doch Norman Hauner und Mike Collins scheiterten an Timo Pielmeier (37.). Im letzten Drittel schaltete Ingolstadt einen Gang zurück und nahm es mit der Abwehrarbeit nicht mehr so genau. Die Pinguine kamen zu einigen Chancen und konnten durch Mark Hurtubise immerhin noch den Ehrentreffer erzielen (46.). In den Schlussminuten verteidigten die Oberbayern souverän ihre Führung. Die Pinguine bleiben noch zwei Tage in Ingolstadt, um dann am Freitag die kurze Reise nach München anzutreten, wo am Abend die Begegnung gegen die Roten Bullen ansteht.

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