Die Krefelder können bereits mit der Zusammenstellung des neuen Kaders beginnen. Viele Spieler werden gehen müssen.

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Enttäuschung pur bei den Pinguinen: Herberts Vasiljevs, Richard Pavlikovsky und Duncan Milroy (v.l.)

Enttäuschung pur bei den Pinguinen: Herberts Vasiljevs, Richard Pavlikovsky und Duncan Milroy (v.l.)

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Enttäuschung pur bei den Pinguinen: Herberts Vasiljevs, Richard Pavlikovsky und Duncan Milroy (v.l.)

Krefeld. Wenn alles normal verläuft, dann stehen die Krefeld Pinguine vor dem letzten Spielwochenende in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Denn die Chancen, doch noch die Pre-Play-offs zu erreichen, sind nach den beiden jüngsten Niederlagen in Iserlohn (2:5) und gegen die Mannheimer Adler (1:2) nur noch höchst theoretischer Natur.

Die Schwarz-Gelben müssen die beiden letzten Begegnungen gewinnen, und die Konkurrenz dürfte keine weiteren Punkte einfahren (siehe Kasten). Das allerdings ist höchst unwahrscheinlich, wenngleich die Kölner mit den beiden Auswärtsspielen in Düsseldorf und Berlin das zumindest auf dem Papier heftigste Restprogramm haben.

Die Pinguine dürften also schon in wenigen Tagen ihre Saisonbilanz ziehen können. Eigentlich ist das gleichzeitig auch eine gute Gelegenheit, die Personalplanungen für die kommende Spielzeit in der DEL voranzutreiben. Denn zumindest da bestünde bei einem vorzeitigen Saison-Aus eine gewisse Art von Planungssicherheit.

Auf den Ausländerpositionen wird es Veränderungen geben

Letztlich haben die Krefelder, was die Zusammenstellung des neuen Kaders betrifft, auch keine Zeit zu verlieren. Denn da gibt es reichlich zu tun. Zu groß waren die Leistungsunterschiede im Kader, vermeintliche Verstärkungen entpuppten sich als Enttäuschungen, kamen nie über die Rolle des Mitläufers hinaus. Da sind Veränderungen zwangsläufig, zumal die Mannschaft auch so langsam in die Jahre kommt.

Vor allem auf den Ausländerpositionen wird es massive Veränderungen geben. So stehen bei Pascal Trepanier, Lawrence Nycholat, Denis Shvidki, Duncan Milroy und Ben Ondrus, die allesamt die Erwartungen nicht erfüllen konnten, die Zeichen auf Trennung. Zudem werden Back-up-Goalie Danijel Kovacic und Patrick Hager, der schon mit Ingolstadt handelseinig sein soll, den Klub verlassen.

Iserlohn (74): München (H), Ingolstadt (A)

Köln (74): Düsseldorf (A), Berlin (A)

Pinguine (69):  Hamburg (A); Nürnberg (H)

München (68): Iserlohn (A), Hamburg (H)

Auch der Kontrakt von Mitja Robar läuft zum Saisonende aus. Der slowenische Nationalverteidiger, aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Nycholat erst Anfang Januar nachverpflichtet, hat sich gerade in den vergangenen Wochen zum konstantesten Abwehrspieler der Schwarz-Gelben entwickelt und bildet mit Sinan Akdag ein spielstarkes Defensivduo. Der 29-Jährige hat bereits Begehrlichkeit anderer DEL-Klubs geweckt, da ist schnelles Handeln geboten. Dafür allerdings müssen erst einmal die finanziellen Eckdaten für die kommende Spielzeit festgelegt werden. Ansonsten sind der Sportlichen Leitung die Hände gebunden.

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