Nach Scott Langkow bleiben auch Michael Endraß und Andreas Driendl zwei weitere Jahre.

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Rick Adduono freut sich, dass Scott Langkow, Michael Endraß und Andy Driendl (v.l.) verlängert haben.

Rick Adduono freut sich, dass Scott Langkow, Michael Endraß und Andy Driendl (v.l.) verlängert haben.

Krefeld Pinguine

Jochmann, Bild 1 von 3

Rick Adduono freut sich, dass Scott Langkow, Michael Endraß und Andy Driendl (v.l.) verlängert haben.

Krefeld. Während in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) noch keine Entscheidungen gefallen sind, wollen die Klubs in Sachen Spielerverträge möglichst zügig Planungssicherheit haben. Das ist auch bei den Krefeld Pinguinen so. Ein Anfang ist allerdings bereits gemacht.

Am Sonntag wurde mit Scott Langkow auf der Schlüsselposition Torhüter und am Donnerstag mit den hoffnungsvollen Sturm-Talenten Andreas Driendl und Michael Endraß jeweils um zwei Jahre verlängert. Ohne Vertrag sind zum Sasionende fünf Abwehrspieler, sieben Stürmer und Ersatzgoalie Danijel Kovacic.

Zwar vermelden die Pinguine gern eine zusätzliche „vereinsseitige Option“, die allerdings im Streitfall arbeitsrechtlich wohl wirkungslos wäre. Die Verhandlungen dürften zudem angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Krefeld und in der DEL schwer werden. „Für die Spieler ist es schon ein Schlag, wenn man ihre Leistungen lobt und deutlich macht, dass wir sehr gerne verlängern würden, aber es für starke Leistungen weniger statt mehr Geld geben soll“, sagt der Sportliche Berater Rüdiger Noack. Rund 20 Prozent Abschlag dürfte die Marschroute sein – was indes im Kontext der übrigen DEL-Vereine läge.

Spannenderweise steht aber ausgerechnet einer auf der Prioritätenliste ganz oben, der eigentlich noch ein weiteres Jahr an den Klub gebunden ist: Boris Blank. „Er ist unheimlich wertvoll fürs Team. Er hat vielleicht etwas weniger Killerinstinkt als andere, aber sein Charakter und seine Arbeitseinstellung begeistern mich jeden Tag“, schwärmt sein Trainer Rick Adduono. „Ja, wir wollen ihn längerfristig binden“, sagt auch Noack.

Reservetorhüter Danijel Kovacic ist auf dem Absprung

Auf dem Absprung steht Danijel Kovacic, der als Ersatzgoalie nicht zum Einsatz kam. In der Abwehr dürfte es ebenfalls einen Umbruch geben. Benedikt Schopper sei, so Noack, „sehr schwer“ zu halten, obwohl man seinen Körpereinsatz brauche. Pascal Trepanier hat ein schwieriges Preis-Leistungs-Verhältnis als Hypothek, weil derzeit sein Ex-Klub Mannheim noch mehr als die Hälfte des Gehalts übernimmt. Beim ebenfalls 37-jährigen Dusan Milo spricht viel für eine Verlängerung. Bei Paul Albers und Michail Kozhevnikov dürften vor allem strategische Gesichtspunkte eine Rolle spielen.

Im Heimspiel heute gegen den ERC Ingolstadt und am Sonntagnachmittag bei den Grizzly Adams Wolfsburg wollen die Pinguine ihre Erfolgsserie fortsetzen.  Gegen Ingolstadt will Coach Rick Adduono wieder auf die bewährten Reihen zurückgreifen, nachdem er in Hannover die Center noch kräftig durchgemischt hatte. Der Coach hat Respekt vor dem Gegner, der seit der Verpflichtung von Stürmer Wyatt Smith vor allem im Powerplay gefährlich geworden ist.

Für den Nachwuchsdraft der National Hockey League am 24./25. Juni in St. Paul (USA) ist die erste internationale Sichtungsliste erstellt worden. In der Liste der Europäer (140 Spieler) stehen in Pascal Zerressen (Platz 57), der dem Kader der Pinguine angehört, und Christian Kretschmann (Platz 85) zwei Talente des Krefelder EV. Ex-Pinguin Marcel Noebels (Seattle Thunderbirds) wird auf Platz 47 der Nordamerika-Liste geführt.

Das Heimspiel der Pinguine am Freitag, 19.30 Uhr, gegen Ingolstadt können Sie wie gewohnt im WZ-Liveticker hier verfolgen.

Die Stürmer Duncan Milroy und Denis Shvidki (kein Tor in 16 Spielen) warten auf den Durchbruch. Ihr oft schwächelnder Mittelstürmer Charlie Stephens (Bilanz: - 10) hat die Hypothek, vor zwei Jahren als Topscorer mit entsprechendem Gehalt verpflichtet worden zu sein. Ob Marvin Tepper (nicht gerade ein Liebling des Trainers) und Justin Kelly (viel Spielintelligenz, aber eklatante athletische Defizite) bleiben werden, ist ebenso eine strategische Entscheidung wie die um den jüngst stark aufspielenden Roland Verwey. Die Zeichen auf Abschied stehen bei Philip Riefers. Das Talent plagt sich häufig mit Krankheiten und soll dem Vernehmen nach Richtung Köln tendieren.

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