Trotz der Abgänge von sieben Spielern in den vergangenen Tagen kann Pinguine-Trainer Rick Adduono immer noch vier Reihen aufbieten.

Trotz der Abgänge von sieben Spielern in den vergangenen Tagen kann Pinguine-Trainer Rick Adduono immer noch vier Reihen aufbieten.
Der letzte Schluck aus der Pulle: Torhüter Andrew Engelage wechselt nach Graz. Archiv

Der letzte Schluck aus der Pulle: Torhüter Andrew Engelage wechselt nach Graz. Archiv

Dirk Jochmann

Der letzte Schluck aus der Pulle: Torhüter Andrew Engelage wechselt nach Graz. Archiv

Krefeld. Der Norden hat die beiden besten Pinguine-Profis angezogen. Daniel Pietta und Marcel Müller sind in Leksands gelandet. Seit Mittwoch sind sie im Abenteuer Schweden mit Aufstiegsambitionen in die 1. Liga unterwegs. Martin Schymainski und Maximilian Faber rangeln in der DEL 2 mit Frankfurt und ihrem Ex-Trainer Franz Fritzmeier um Meisterehren. Martin Ness spielt in der Schweiz, Mathias Tretenes skatet bald ebenfalls im Norden übers Eis – erst Olympia mit Norwegen, dann zurück zu Stavanger. Alle haben Verträge bis zum 30. April.

34 Spielernamen zieren über die Saison die Kaderliste bei der DEL

Zurückkehren nach Krefeld werden sicher nur Pietta und Schymainski, die längerfristige Verträge bei den Pinguinen haben. Müller verlässt den Club, ebenso wie Tretenes. Was mit Faber und Ness wird, ist offen. Am Donnerstag wechselte dann noch Torhüter Andrew Engelage zu den Moser Medical Graz 99ers in die österreichische Erste Bank Eishockey Liga (EBEL). Engelage wird nicht mehr zu den Pinguinen zurückkehren.

Das flüchtige Sieben-Pack der Pinguine lässt einen durch extremes Verletzungspech aufgeblähten Kader zwar schrumpfen, gleichwohl kann Trainer Rick Adduono in den letzten drei Saisonspielen nach Olympia immer noch vier Sturmreihen aufbieten. Welch Irrsinn, könnte man meinen. 34 Spielernamen zierten über die Saison die bei der Deutschen Eishockey Liga hinterlegte Kaderliste. DEL-intern kursierte die süffisante Bemerkung, die Pinguine bräuchten als einziger Club der Liga die zweite Seite des Formblattes für Kader-Spieler.

Patrick Klein bleibt, spielt zunächst nicht für Crimmitschau

Klar scheint, so sagte es Sportdirektor Matthias Roos, dass kein Spieler mehr abgegeben werde. Auch, weil niemand mehr mit einem Abwanderungsersuchen an ihn herangetragen sei. Geklärt ist auch die Situation mit Patrick Klein. Der Torhüter kann mit Förderlizenz für Crimmitschau spielen, daraus wird momentan nichts. Er trainiert und spielt nach der Pause bei den Pinguinen. Was danach kommt, wird noch besprochen.

Nach Engelage-Abschied deutet alles auf ein deutsches Tor hin

Für die kommende Spielzeit stehen vier Spieler definitiv unter Vertrag: Torhüter Klein, Kapitän Adrian Grygiel sowie Pietta und Schymainski. Roos sagt: „Wir haben aber mehr als diese vier Spieler unter Vertrag.“ Namen will Roos nicht nennen, weil nicht klar ist, ob die im Vertrag eingearbeiteten Optionen wirklich gezogen werden. Kandidaten sind dabei Joel Keussen, Diego Hofland und womöglich Jordan Caron. Der ist zur Reha nach seiner Operation am Arm zurück in die Heimat nach Kanada. Mit allen weiteren Spielern besteht kein Vertragsverhältnis.

Klar ist aber, dass die Pinguine für die kommende Spielzeit mit einer deutschen Besetzung im Tor arbeiten – Dimitri Pätzold und Patrick Klein. Damit stünde nach Jahren eine Lizenz mehr für Spieler vor dem Tor zur Verfügung. Dragan Umicevic und Nick St. Pierre werden mit Clubs in der DEL in Verbindung gebracht. Gleichwohl wollen die Pinguine den Schweden behalten. Roos: „Wir brauchen vor allem mehr Qualität in der zweiten Reihe.“ Bezüglich der Planung für die Defensive sagt er: „Wir haben das Manko von zu wenigen Verteidiger-Toren in dieser Spielzeit ausgemerzt. Aber wir müssen defensiv stabiler werden.“

Trotz der Abgänge von sieben Spielern in den vergangenen Tagen kann Pinguine-Trainer Rick Adduono immer noch vier Reihen aufbieten.

 

Trotz der Abgänge von sieben Spielern in den vergangenen Tagen kann Pinguine-Trainer Rick Adduono immer noch vier Reihen aufbieten.

 

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