Dem Leistungstief begegnet Trainer Rick Adduono mit der Forderung nach mehr Einsatz, Willen und Leidenschaft.

Aus dem Bauch des aufgeblasenen überlebensgroßen Pinguins laufen die Profis sinnbildlich als geschrumpfte Spezies ein – momentan spiegelt das auch ihr Leistungsvermögen wider.
Aus dem Bauch des aufgeblasenen überlebensgroßen Pinguins laufen die Profis sinnbildlich als geschrumpfte Spezies ein – momentan spiegelt das auch ihr Leistungsvermögen wider.

Aus dem Bauch des aufgeblasenen überlebensgroßen Pinguins laufen die Profis sinnbildlich als geschrumpfte Spezies ein – momentan spiegelt das auch ihr Leistungsvermögen wider.

Dirk Jochmann

Aus dem Bauch des aufgeblasenen überlebensgroßen Pinguins laufen die Profis sinnbildlich als geschrumpfte Spezies ein – momentan spiegelt das auch ihr Leistungsvermögen wider.

Krefeld. In der ersten Einheit des neuen Jahres ging es am Donnerstag bei den Krefeld Pinguinen richtig zur Sache. Steve Hanusch gegen Andreas Driendl hieß das härteste Duell, aus dem der Verteidiger mit ordentlich Schädelbrummen herausging. Trainer Rick Adduono dürften zwar nicht die Kopfschmerzen von Hanusch aber immerhin der Einsatz seiner Mannen Freude bereitet haben. Denn dieser ließ vor allem beim 2:4 gegen die Iserlohn Roosters zu wünschen übrig.

Und so fordert Adduono unmissverständlich: „Wir müssen unbedingt wieder anfangen, die Kämpfe an der Bande anzunehmen, dafür müssen wir uns gegenseitig unterstützen.“ Wie man eine Einheit bildet, wissen die Schwarz-Gelben eigentlich noch zu gut aus der vergangenen Saison. „Wir haben zuletzt bei fünf gegen fünf immer ein gutes Spiel gemacht. Um Punkte zu holen, reicht das aber nicht“, sagt Adduono und fordert gerade von den Leistungsträgern mehr Einsatz, Willen und Leidenschaft. Dass die Mannschaft nicht nur spielerisch, sondern auch von der Geschlossenheit im Team schwächer ist, will an der Westparkstraße keiner bestätigen, geknallt hat es in der Kabine gleichwohl in der letzten Woche.

„Die Pleite gegen Iserlohn hat besonders wehgetan“

Daniel Pietta

„Ich habe das Gefühl, dass wir in der Kabine eigentlich eine gute Stimmung haben“, sagt hingegen Adduono, der aber auch weiß, dass gerade bei einem Negativlauf wie zuletzt mit fünf Pleiten aus sechs Spielen, das wahre Gesicht einer Mannschaft sich zeigt. Daniel Pietta findet, dass die Pleite gegen Iserlohn „besonders wehgetan hat. Wir sind dieses Jahr keine Mannschaft, die spielerisch glänzt und müssen daher jedes Mal über den Kampf kommen.“

Der Center der ersten Sturmreihe, die auch am Freitag gegen die Eisbären Berlin mit Adam Courchaine und Marcel Müller an Piettas Seite besetzt sein wird, spricht von harter Arbeit, die jeden Tag aufs neue die Grundlage für den Erfolg sein müsse und augenscheinlich nicht von jedem geleistet wird.

„Die Chemie in den Reihen muss stimmen“

Pinguine-Coach Adduono

Passend dazu sagt auch Adduono: „Ich will immer mit vier Reihen auflaufen, aber wenn Spieler meinen, dass sie weniger Intensität an den Tag legen müssen, weil sie eine Reihe weiter hinten auflaufen, dann spiele ich lieber mit drei Reihen.“ Gegen die Eisbären wird der kanadische Trainer sein Team wieder umbauen. Martin Schymainski rückt an die Seite von Istvan Sofron und Andreas Driendl, Herberts Vasiljevs muss dafür in die vierte Reihe zu Colin Long und Mike Mieszkowski weichen.

„Die Chemie in den Reihen muss stimmen“, sagt Adduono, der bei seiner Suche nach den richtigen Personalkonstellationen in dieser Saison nicht glücklich wirkt. Deswegen will sich der Kanadier auch nicht lange mit dem Thema beschäftigen und sagt lieber: „Wir müssen versuchen, die Torschussquote weiter unter 30 Schüssen zu halten.“ Gegen die Eisbären, die mit einer Quote von acht Siegen aus den vergangenen neun Spiele im König-Palast antreten werden, wird das ein schwieriges Unterfangen. Doch leicht wird es für die Pinguine in dieser Saison generell nicht mehr – da ist mehr denn je der Zusammenhalt gefragt.

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