Krefelder brechen nach vier Nächten ihre Zelte in Ingolstadt ab und spielen am Freitag in München.

Krefelder brechen nach vier Nächten ihre Zelte in Ingolstadt ab und spielen heute in München.
Statt zählen Kilometern auf der Autobahn mehr Zeit für die Übungseinheiten: Pinguine-Trainer Franz-David Fritzmeier. Archiv

Statt zählen Kilometern auf der Autobahn mehr Zeit für die Übungseinheiten: Pinguine-Trainer Franz-David Fritzmeier. Archiv

Andreas Bischof

Statt zählen Kilometern auf der Autobahn mehr Zeit für die Übungseinheiten: Pinguine-Trainer Franz-David Fritzmeier. Archiv

Krefeld. Die Adresse verrät die Intention des Projekts – Bei der Arena 1. Das ist in Ingolstadt mal eine Hausnummer. Direkt neben der Eishalle liegt das Enso-Hotel und beherbergt seit dem Montagabend die Equipe der Krefeld Pinguine.

Angesichts der Spiele in Ingolstadt am Dienstag und Freitag in München hatten sich die Krefelder für einen Stopp in Ingolstadt entschieden, statt weite, zähe Kilometer auf der Autobahn im Bus zu verbringen. Wären sie am Dienstag nach dem Spiel zurückgefahren, hätte es gerade zu einem 24 Stunden-Aufenthalt in Krefeld gereicht, denn Donnerstag hätte es geheißen – aufbrechen Richtung Süden in die bayrische Metropole.

Zum Training geht’s zu Fuß – in die Stadt sind es zehn Minuten

Trainer Franz-David Fritzmeier sagt zum Aufenthalt: „Es war wichtig, dass wir hier geblieben sind, um etwas Ruhe zu haben, Kräfte zu schonen und uns konzentriert auf die Aufgabe in München vorzubereiten. Wir hatten kurze Wege und dadurch viel Muße. Zum Training gehen wir zu Fuß über die Straße, in die Stadt sind es nur zehn Minuten.“

Am freien Tag am Mittwoch war um 19 Uhr Anwesenheitspflicht im Hotel, ebenso wie am Donnerstag, als der Nachmittag frei war. Am Abend stand noch eine Videoanalyse des Ingolstadt-Spiels an. Im Training am Morgen war vor allem das schnellere, sicherere und präzisere Spiel aus der Abwehr heraus Schwerpunkt. Fritzmeier: „Da müssen wir bereits noch mehr Zug zum Tor entwickeln.“

Sofron oder Weihager müssen auf die Tribüne

Nach vier Nächten brechen die Krefelder am Freitag aber ihre Zelte ab. Anreise zum Spiel am Abend in München – zu ungewohnter Zeit. Erst um 20 Uhr ist das erste Bully. Mit dabei sein wird dann wieder Verteidiger Nick St. Pierre, der am Mittwochabend im Hotel eincheckte, am Donnerstag und Freitag im Training ist und am Abend wieder auf dem Eis steht. Anders als Patrick Klein. Im Tor vertraut Fritzmeier weiter auf Patrick Galbraith. Klein hat ohnehin eine Woche kein Training in den Beinen, auch für Sonntag im Heimspiel gegen Schwenningen ist Galbraith der Mann zwischen den Pfosten. Weil Galbraith spielt und St. Pierre zurück ins Team kommt, muss Fritzmeier einen Lizenzspieler auf die Tribüne schicken. Die Entscheidung wird zwischen Sofron und Weihager fallen. Am Samstag trainieren die Pinguine in der Werner-Rittberger-Halle, weil der König-Palast mit dem Fußball-Hallen-Turnier belegt ist.

Die Düsseldorfer EG reicht heute ihre Bewerbung für das Winter Game 2017 ein. Im Januar wird die Deutschen Eishockey Liga zum dritten Mal ein Spiel in einem Fußballstadion austragen. Bereits 2015 fand das Spiel in Düsseldorf statt, als die DEG die Kölner Haie 3:2 schlug. Dieses Mal will die DEG aber gegen Krefeld antreten. Doch die Chancen sind gering. Zwar sagt DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke: „Ich will Düsseldorf nicht ausschließen, wenn sie ein gutes Konzept vorlegen, dann sind sie in der Verlosung.“ Nach WZ-Informationen will die DEL aber nur im äußersten Notfall nach Düsseldorf. Gibt es einen anderen Bewerber, bekommt der den Zuschlag. Gerüchte gab es um die Eisbären, die ins Berliner Olympiastadion wollten. Wahrscheinlicher ist aber Köln.         
 

Das Spiel der Pinguine heute in München können Sie bei uns im Internet ab 19 Uhr im Liveticker verfolgen unter
wz.de/krefeld

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