Die Pinguine spielen gegen Mannheim. Acht Ligaspiele in Serie hat der Topfavorit verloren - und ist doch Favorit laut Trainer Fritzmeier.

Die Pinguine spielen gegen Mannheim. Acht Ligaspiele in Serie hat der Topfavorit verloren - und ist doch Favorit laut Trainer Fritzmeier.
Bei den Fans war die Erleichterung nach dem Sieg gegen die Hamburg Freezers groß.

Bei den Fans war die Erleichterung nach dem Sieg gegen die Hamburg Freezers groß.

Dirk Jochmann

Bei den Fans war die Erleichterung nach dem Sieg gegen die Hamburg Freezers groß.

Krefeld. Es sind die Spuren zum Ausklang eines Jahres. Dann, wenn alle ein bisschen in Familie und Ruhe machen, bleibt den Eishockeyprofis kaum Zeit zum Verschnaufen. Die Taktung der Spiele ist enorm hoch – zehn an der Zahl in nur 24 Tagen sind es vom 18. Dezember bis zum 10. Januar. Alle zweieinhalb Tage im Schnitt also aufs Eis, in den Wettkampf. Pinguine-Trainer Franz-David Fritzmeier muss auf diese Voraussetzungen reagieren. Das probate Mittel im Training – geringe Umfänge, dosierte Intensität, aber alles mit aller Konzentration. Mit diesem Dreiklang strebt Fritzmeier an, die Beanspruchung so zu dosieren, dass die Spieler in den Spielen fit sind und volle Belastung gehen können.

St. Pierre, Klein und Koziol am Freitag nicht im Training - Grippe

Wenn denn die Ausfälle nicht zu groß sind und gemäß der Jahreszeit Erkältung und Grippe keinen zu großen Aderlass zeitigen. Am Freitag trainierten daher Nick St. Pierre, Patrick Klein und Lukas Koziol nicht mit – alle mit leichtem Infekt. Dazu David Fischer, er fällt rund 14 Tage wegen des Bruchs am rechten dicken Zeh aus. Koziol wird Sonntag im Heimspiel gegen Mannheim wieder im Kader stehen, wie wohl auch St. Pierre. Bei Klein ist das eher fraglich.

Galbraith mit Topwerten bei Fangquote und Gegentorschnitt

Immerhin hat Torhüter-Kollege Patrick Galbraith beim 3:1 gegen Hamburg ein beinahe perfektes Spiel hingelegt. Sein erster Sieg, er hielt alles, was er halten musste. Trainer Fritzmeier sieht sich bestätigt: „Er hat viel Ruhe ausgestrahlt.“ Den ein oder anderen Schuss lässt Galbraith noch abprallen. Gleichwohl hat der Däne eine Fangquote von 93,2 Prozent. In der DEL-Statistik wird er noch nicht aufgeführt, weil er zu wenig Spiele gemacht hat. Besser ist nur der Iserlohner Chet Pickard mit 93,9 Prozent. Beim Gegentorschnitt sieht es ähnlich aus. Galbraith steht bei 2,03 – nur der Wolfsburger Felix Brückmann ist mit 1,90 besser. Galbraith „bedankt“ sich jedes Mal, wenn jemand einen Schuss blockt oder so abfälscht, dass der Puck drüber geht. Die Spieler bekommen dann immer einen Klaps von ihm. So hielt es Galbraith gegen Hamburg bei Mebus, Weihager und Vasiljevs.

Fritzmeier: „Wir müssen ans Limit gehen, wenn wir bestehen wollen“

Galbraith wird daher auch morgen gegen Mannheim im Tor stehen. Fritzmeier bezeichnete den Meister und Top-Favoriten auf den Titel als angeschlagenen Schwergewichtsboxer – angesichts der aktuellen sportlichen Krise mit acht Ligapleiten in Folge. Fritzmeier: „Da sieht man, was alles möglich ist. Dass Mannheim achtmal in Folge verliert, ist für ich tatsächlich schwer vorstellbar.“ Die Mannheimer kommen vom Spengler-Cup wo sie Gruppenletzter hinter Lugano und Helsinki wurden, dann im Viertelfinale mit 1:3 gegen Jekaterinburg ausscheiden. Gleichwohl sagt Fritzmeier: „Mannheim kommt trotz der Krise als Favorit. Wir müssen ans Limit gehen, wenn wir gegen sie bestehen wollen.“

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