Die Pinguine legen einen Traumstart hin und gewinnen bei der DEG mit 3:2.

wza_1500x1140_463388.jpeg
Super-Goalie Scott Langkow wehrte am Freitagabend im Düsseldorfer ISS-Dome fast alles ab – und vorne trafen die Pinguine entscheidend.

Super-Goalie Scott Langkow wehrte am Freitagabend im Düsseldorfer ISS-Dome fast alles ab – und vorne trafen die Pinguine entscheidend.

Horst Müller

Super-Goalie Scott Langkow wehrte am Freitagabend im Düsseldorfer ISS-Dome fast alles ab – und vorne trafen die Pinguine entscheidend.

Düsseldorf. Traumstart für die Krefeld Pinguine in die Play-off-Viertelfinalserie mit den DEG Metro Stars. Die Mannen um Trainer Igor Pavlov setzten sich am Freitagabend vor 9.320 Zuschauern in Düsseldorf knapp, aber verdient mit 3:2 (1:0, 2:1, 0:1) durch und können am Sonntag die Gesamtführung weiter ausbauen. Herausragend war einmal mehr Goalie Scott Langkow, der das Duell mit DEG-Torhüter Jamie Storr klar für sich entschied.

Denn es war klar, dass die Play-off-Serie zwischen den rheinischen Erzrivalen durchaus auf der Torhüterposition entschieden werden kann. Hier wie da stehen zwei Topvertreter ihres Fachs zwischen den Pfosten: Jamie Storr bei der DEG, Scott Langkow bei den Pinguinen.

Die Zuschauer mussten lange auf die ersten Torschüsse warten

Ein munterer Torreigen ist da wahrlich nicht zu erwarten. Da aber auch die Mitspieler der beiden Goalies ein überaus stark ausgeprägtes Defensivdenken an den Tag legten, mussten die Zuschauer am Freitag lange auf den ersten Torschuss bei der Play-off-Premiere warten.

Nach 3:28 Minuten prüfte Jim Fahey den DEG-Torhüter, Michael Endraß und Philip Riefers fanden in der nächsten halben Minute ebenfalls in Storr ihren Meister. Die weitaus hochkarätigen Einschussgelegenheiten machte indes Langkow auf der Gegenseite zunichte.

Vor allem Courchaine ließ in den ersten Powerplay-Situationen im Minutentakt gefährliche Schüsse aus spitzem Winkel los, Langkow reagierte jeweils glänzend, genauso wie bei Reimers Schuss aus Nahdistanz, als er den Puck mit den Schonern übers Tor lenkte.

Aufstellung Pinguine:

Tor: Langkow (Kovacic)

Abwehr: Pavlikovsky, Milo; Fahey, Fortin, Schopper, Akdag, Heid

Angriff: Blank, Loyns, Wasiljews; Stephenson, Stephens, Hager; Pietta, Payer, Verwey; Endraß, Driendl, Huebscher, Riefers

Zuschauer: 9.320

Schiedsrichter: Bauer/ Looker

Tore: 0:1 (1:15) Endraß (Heid, Driendl), 1:1 (21:28) Hedlund (Kreutzer), 1:2 (23:29) Pietta (Pavlikovsky, Verwey), 1:3 (23:50) Wasiljews (Blank, Loyns), 2:3 (51:02) Collins (Harrington/ 5-4)

Strafzeiten: DEG: 8; Pinguine 14

Pinguine-Trainer Igor Pavlov: "Wir hatten uns vorgenommen, die Initiative nicht abzugeben, die lautete: schnell spielen, hart spielen, viel kämpfen. Ich glaube, das ist uns gelungen. Es war ein schnelles Spiel, unser vierter Block hat gut funktioniert. Es war ein typisches Play-off-Spiel. Wir sind sehr sehr froh, mit einem Auswärtssieg in dieses Serie gestartet zu sein. Die vierte Reihe war spritzig, froh und munter. Sie hatte Selbstvertrauen und ist auf den Körper gegangen. Die Jungs haben uns die letzten zwei Wochen schon im Training überzeugt."

DEG-Trainer Harold Kreis: "Unser Spiel war etwas von Nervosität und Hektik geprägt. Das hat sich in Fehlaktionen, aber auch in schweren Beinen gezeigt. Einige Bestandteile unseres Spiels, die Scheibe schnell nach vorne bringen, haben nicht funktioniert. Die Krefelder haben uns unter Druck gesetzt. Wir sind nicht so in die Play-offs gekommen, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir werden am Sonntag läuferisch stärker sein. Der Doppelschlag im zweiten Drittel hat uns einen Schlag ans Kinn versetzt."

Bundestrainer Uwe Krupp, der vor allem die Krefelder Youngster Akdag, Schopper und Hager unter die Lupe nahm, bewertete das Match so: "Es war ein hochqualitatives Spiel, ein typisches erstes Play-off-Spiel eben. Düsseldorf hatte zwar den Heimvorteil, aber auch mehr Druck. Krefeld hat sein Spiel über weite Strecken durchgesetzt und war konstanter. Dennoch glaube ich, dass die Düsseldorfer das Potenzial haben, sich zu steigern. Ich glaube deshalb nicht, dass es eine kurze Serie wird."

Da freilich war Jamie Storr schon das erste Mal bezwungen. Bezeichnenderweise war die Youngster-Reihe der Pinguine für diesen Treffer verantwortlich, weil sich die beiden ersten Blöcke der Kontrahenten fast neutralisierten. Michael Endraß staubte nach Schussversuch von Driendl und Rückhandschlenzer von Chris Heid zum Krefelder Führungstreffer ab (12.).

Storr war chancenlos - ebenso wie Langkow zu Beginn des Mitteldrittels, als Hedlund nach Querpass von Keutzer völlig frei am langen Pfosten zum 1:1 einschoss (22.). Doch die Moral der Pinguine war tadellos. Sie reagierten keineswegs geschockt, sondern legten sofort den Schalter wieder um.

Nur zwei Minuten spät vollendete Pietta aus Nahdistanz zur neuerlichen Führung, 21 Sekunden später legte der Kapitän nach. Herberts Wasiljews ließ Storr, mit dem er eine private Wette laufen hat, keine Abwehrmöglichkeit.

Ausruhen durften sich die Gäste auf diesem Vorsprung jedoch nicht, allerdings merkte man in der Folge der DEG an, dass die Treffer Spuren hinterlassen hatten. Die Gäste kontrollierten über weite Strecken die Partie.

Bis Pietta auf die Strafbank musste und die Gastgeber durch Collins prompt den Anschlusstreffer schafften (52.). Danach begann das große Zittern, doch selbst mit sechs Feldspielern sollte der DEG kein Treffer mehr gelingen. Langkow sei Dank.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer