Die Viertelfinalserie hat die Pinguine zu viel Kraft und auch Spieler gekostet.

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Die Enttäuschung steht ihm nach dem Halbfinal-Aus ins Gesicht geschrieben: Daniel Pietta

Die Enttäuschung steht ihm nach dem Halbfinal-Aus ins Gesicht geschrieben: Daniel Pietta

Jochmann, Dirk (dj)

Die Enttäuschung steht ihm nach dem Halbfinal-Aus ins Gesicht geschrieben: Daniel Pietta

Krefeld. Haben die Pinguine das Halbfinale schon im Viertelfinale verloren? „Die Serie gegen Ingolstadt hat uns viel Kraft und Spieler gekostet“, sagt Kapitän Herberts Vasiljevs, ohne das allerdings als Entschuldigung anführen zu wollen. Auch Coach Rick Adduono lobt mit Blick auf die Verletztenliste das Ergebnis.

Die ist zwar während der Serie eine Art Staatsgeheimnis, um den Gegner nicht Informationen zu schenken, doch nach dem Schlusspfiff gibt es dann Klartext. Tomas Kurka (Rücken), Sinan Akdag (Knöchel), Francois Methot (Finger) spielten angeschlagen; Dusan Milo (Unterschenkel), Adam Courchaine (Wirbelverletzung), Scott Langkow (Leistenzerrung), Josh Meyers (Knie) und Mark Voakes (Fingerbruch) konnten nur zuschauen.

Viele andere zierten mehr oder weniger sichtbare „Kampfspuren“. „Wenn man sieht, wer in diesem Halbfinale gegen Berlin bei uns Verteidiger gespielt hat, dann ist es schon stark, dass wir die Spiele spannend gehalten haben.“ Die Namen in der Hintermannschaft hätte wohl niemand vor der Saison als Stammspieler erwartet. Steve Hanusch, im Vorjahr noch zweite Liga und Elia Ostwald, vergangenes Jahr noch zweite Liga als Stürmer und erst seit einigen Wochen Notstopfen in der Abwehr – sie beide machten ihren Job ebenso wie der angeschlagene Routinier Richard Pavlikovsky in seinem letzten Spiel für Krefeld.

Er habe, so Adduono, dennoch das Gefühl gehabt, dass man die Berliner hätte „packen“ können. Auch wenn, oder vielleicht gerade weil die Pinguine gegen Ingolstadt so hart arbeiten mussten. „Ingolstadt hat hart gekämpft, aber wir haben da nicht zurückgesteckt und die Oberhand behalten. Ich hatte gehofft, dass wir davon einen mentalen Vorteil haben würden. Doch die Berliner haben die wichtigen Tore im richtigen Moment gemacht.“

Daher waren die Eisbären im Psychoduell vorn. Vasiljevs: „Es ist unheimlich schwer, gegen eine solche Mannschaft immer wieder hinterherlaufen zu müssen. Unterm Strich: Berlin war besser.“

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