Die meisten Pinguine sind derzeit im Kurzurlaub. Nur Vasiljevs, Akdag, Huebscher und Endraß legen Zusatzschichten ein.

Krefeld. Bis zum kommenden Samstag können die Spieler der Krefeld Pinguine die Seele baumeln lassen, neue Kräfte tanken oder, wenn nötig, Blessuren auskurieren.

Einige nordamerikanische Akteure sind zu einem Kurzurlaub in die Heimat aufgebrochen, auch Patrick Hager kann nach seiner Nichtberücksichtigung durch Bundestrainer Uwe Krupp fürs Olympia-Qualifikationsturnier ein wenig die Beine hochlegen.

Einzig für den Kapitän und einige Youngster geht die Hatz weiter. Herberts Vasiljevs kämpft derzeit mit dem lettischen Nationalteam um die Teilnahme am olympischen Eishockey-Turnier 2010 in Vancouver (Kanada), während Verteidiger Sinan Akdag und seine Sturmkollegen Michael Endraß und André Huebscher am vergangenen Sonntag (2:1 gegen den SC Rießersee) und am Dienstagabend (6:2 gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven/6 Scorerpunkte durch das Krefelder Trio) für den Zweitligisten Landshut Cannibals zum Einsatz kamen.

Wenn Pinguine-Trainer Igor Pavlov am Samstag mit seinem Kader erstmals wieder aufs Eis geht, wird ihn wohl ein mulmiges Gefühl beschleichen. Schließlich denkt der Coach der Pinguine nur höchst ungern an die erste Spielpause in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) im vergangenen November zurück.

Schlechte Punktausbeute nach der ersten Spielpause im November

Damals waren seine Mannen durch die elftägige Wettkampfpause doch mächtig außer Tritt geraten, Sieben von zehn Begegnungen gingen prompt verloren, von 30 möglichen Punkten wurden nur 11 errungen. Mit einer ähnlichen Ausbeute wäre die derzeit gute Ausgangsposition im Kampf um die Play-off-Plätze schnell verspielt.

Die Eishockey-Junioren des Krefelder EV haben in der Deutschen Nachwuchs Liga durch den 3:2 (1:0, 0:1, 2:1)-Erfolg beim EC Iserlohn einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt geschafft. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung, in der Torhüter Robert Handrick und Stürmer Stefan Kaltenborn die überragenden Akteure waren, hat es der KEV wieder in der Hand, den drohenden Abstieg noch abzuwenden. Kaltenborn erzielte zwei Treffer (1. und 47.) und bereitete auch das Siegtor durch Verteidiger Aleh Vevenka (50.) vor. Der Krefelder EV hat durch den Sieg beim direkten Abstiegskonkurrenten drei Spieltage vor Saisonende drei Punkte Vorsprung auf die Iserlohner, die am letzten Spieltag (21. Februar) in Krefeld gastieren.

Doch glaubt man Trainer und Spieler, dann wird sich ähnliches in den noch ausstehenden sieben Begegnungen der DEL-Hauptrunde nicht wiederholen. Mit aller Macht wollen die Pinguine als derzeit Tabellendritte einen Platz unter den ersten Vier behaupten, um mit einem Heimspiel in die Viertelfinalrunde starten zu können.

Die Chancen dazu stehen zumindest auf dem Papier so schlecht nicht. Vier Heimspiele (Ingolstadt, Köln, Hamburg und Augsburg) und drei Auswärtsspiele (Frankfurt, Düsseldorf und Wolfsburg) haben die Krefelder noch vor der Brust - ein durchaus machbares Programm. Dasnächste Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt steigt am Freitag in einer Woche - an einem 13.! Ein böses Omen?

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer