Krefeld hat drei Saison-Duelle mit den Norddeutschen verloren. Im vierten muss ein Sieg her, um die Play-off-Chance zu wahren.

Krefeld hat drei Saison-Duelle mit den Norddeutschen verloren. Im vierten muss ein Sieg her, um die Play-off-Chance zu wahren.
Pinguine-Keeper Dimitri Pätzold war in Köln der Matchwinner. Archiv: abi

Pinguine-Keeper Dimitri Pätzold war in Köln der Matchwinner. Archiv: abi

Pinguine-Keeper Dimitri Pätzold war in Köln der Matchwinner. Archiv: abi

Das Abschiedsspiel für die Pinguine-Ikone ist in Arbeit. Für dieses Jahr ist es geplant. Nach dem Karriereende tingelt Herberts Vasiljevs auch durch die Fernsehstudios. Dort sind Experten gerne gesehen. Und so nahm der Ex-Pinguine-Kapitän für Arbeitgeber Telekom nach dem 3:2-Penaltysieg der Krefelder im Derby bei den Haien kein Blatt vor den Mund. Die beiden Punkte für die Krefelder fasste er unter der Rubrik zusammen: „Mehr Glück als Verstand“. Nach dem zweiten Drittel sagte Vasiljevs, dass er als Trainer von Köln oder den Pinguinen ausflippen würde, weil es um so wichtige Punkte ginge und beide so schwach spielten. Das sagt viel über das Niveau des Spiels aus.

Krefelder haben erstmals zwei Spiele in Serie gewonnen

Das ficht niemanden im Pinguine-Lager an. Es geht im letzten Fünftel der Saison nicht um Schönheit, allein um Punkte. Zwei weitere sind nach dem 4:0 vom Sonntag gegen Schwenningen am Donnerstag in Köln dazugekommen. So viele in zwei Spielen in Folge, gab es in dieser Spielzeit noch nie für die Pinguine.

Ist das jetzt das Signal zur ultimativen Aufholjagd? Oder nur das sprichwörtliche Glück des Tüchtigen in einem Spiel gewesen. Aber dreckige Siege, so formulierte es gestern Sportdirektor Matthias Roos, „sind auch Siege“. Dass er von glücklichen Umständen begleitet wurde, ist unstrittig: der späte Ausgleich von Markus Nordlund 41 Sekunden vor Spielende, der um Zehntelsekunden zu späte Siegtreffer der Haie nach der Schlusssirene und dann der Sieg im Penaltyschießen. Ross sagt aber auch: „Der Sieg ist verdient, weil wir die besseren Großchancen hatten.“ Der eigentliche Matchwinner der Pinguine aber war Torhüter Dimitri Pätzold mit einem unglaublichen Reflex. Nur eine Minute nach dem 2:1 (48.) der Kölner durch Lalonde, zog er einen Schuss von Bolduc wie ein Magnet in seinen Fanghandschuh – ob sich die Pinguine von einem 1:3 erholt hätten, ist fraglich.

Der Abstand zu Bremerhaven beträgt zehn Punkte

Beflügelt von den beiden Erfolgen mit fünf Punkten folgt morgen das nächste Endspiel im Play-off-Rennen – im König-Palast treffen die Pinguine auf Bremerhaven. Nachdem die Norddeutschen gestern gegen Wolfsburg gewonnen haben, beträgt der Abstand zu ihnen zehn Punkte. Für die Pinguine zählt nur ein Sieg, um die Chance auf die Play-offs aufrecht zu erhalten. Sportdirektor Ross sagt: „Alle sind extrem motiviert. Zumal wir die Schnauze voll haben, gegen Bremerhaven zu verlieren.“ In allen drei bisherigen Ligaspielen war das nämlich so: 2:4 im Heimspiel sowie 3:6 und 2:6 in Bremerhaven. Die Pinguine hoffen, dass die zuletzt angeschlagenen Mikko Vainonen und Christoph Gawlik morgen wieder einsatzfähig sind.

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