Die Krefelder scheitern zwar im Play-off-Halbfinale an Berlin, werden aber trotzdem enthusiastisch gefeiert.

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Die Spieler der Krefeld Pinguine wussten, bei wem sie sich nach einer großartigen Saison zu bedanken hatten.

Die Spieler der Krefeld Pinguine wussten, bei wem sie sich nach einer großartigen Saison zu bedanken hatten.

Dirk Jochmann

Die Spieler der Krefeld Pinguine wussten, bei wem sie sich nach einer großartigen Saison zu bedanken hatten.

Krefeld. Um 16.44 Uhr war die Saison für die Krefeld Pinguine am Sonntag zu Ende. Die Mannschaft um Chefcoach Rick Adduono hatte mit 3:4 (0:2, 2:1, 1:1) auch das dritte Spiel der Halbfinalserie mit den Eisbären Berlin verloren und damit zehn Jahre nach dem Gewinn des Titels den neuerlichen Einzug ins Finale um die Deutsche Eishockey-Meisterschaft verpasst.

Selbst aus dem Berliner Block gibt es anerkennenden Applaus

Doch die Enttäuschung war schnell verflogen. Die Fans feierten trotzdem eine Mannschaft, die in dieser Saison über sich hinausgewachsen ist, mit dem dritten Platz nach der Hauptrunde souverän den Play-off-Einzug geschafft und wiederholt begeisterndes Eishockey geboten hatte. Selbst aus den Berliner Gäste-Block gab es anerkennenden Applaus für die Pinguine, die den Eisbären phasenweise alles abverlangt hatten.

„Ihr seid super“, rief Kapitän Herberts Vasiljevs den Fans zu, die die Mannschaft gar nicht mehr vom Eis lassen wollten, die nach einer Ehrenrunde denn doch die Kabine aufsuchte, um das Halbfinal-Aus erst einmal zu verarbeiten. „Die Stimmung war heute supergeil, aber im Finale wäre sie noch besser gewesen“, vermutete Vasiljevs, der sich mit seinen Teamkollegen mit einem großen Plakat beim eigenen Anhang für die großartige Unterstützung bedankte. Denn die war bis zum Schluss phänomenal, selbst als eben Vasiljevs 24 Sekunden vor der Schlusssirene die letzte Chance zum Ausgleich vergeben hatte, weil Zepp noch den Schoner an den Puck gebracht hatte.

„Wir haben zwar verloren. Und dann sind da die Fans, die uns am Ende immer noch nach vorne peitschen. Keiner ist nach Hause gegangen, deshalb tut es mir besonders für sie sehr leid“, sagte Andreas Driendl, der wie viele seiner Leidensgenossen durch eine Verletzung in den Halbfinalspielen behindert war.

Doch das letzte Aufgebot der Schwarz-Gelben wehrte sich nach Kräften, brachte die Berliner, die in dieser Serie komplett mit vier Angriffsblöcken agiert hatten, immer wieder in Bedrängnis. Selbst den frühen 0:2-Rückstand steckten sie wett, kämpften sich förmlich zurück und schienen nach den Treffern von Kevin Clark und Roland Verwey zum 2:2 kurz davor, zumindest noch ein viertes Spiel am Dienstag in Berlin erzwingen zu können. Doch immer wenn es eng wurde, zogen die Eisbären wieder das Tempo an und erspielten sich erneut eine Zwei-Tore-Führung. Auch das 3:4 von Vasiljevs brachte die Gäste nicht aus dem Rhythmus, die mit Routine und Geschick den Vorsprung über die Zeit brachten.

Tor: Duba (Langkow); Abwehr: Akdag, Pavlikovsky; Sonnenburg, Ostwald, Robar, Hanusch; Sturm: Vasiljevs, Driendl, Blank; Kurka, Methot, Clark; Verwey, Pietta, Schymainski; Klöpper, Kretschmann, Orendorz

Brüggemann/Piechaczek
 

8029 (ausverkauft)

0:1 (11:49) Hördler (Talbot, C. Braun), 0:2 (16:26) Tallackson (Talbot, Olver/5-4), 1:2 (22:36) Clark (Kurka, Methot), 2:2 (26:28) Verwey (Schymainski, Pietta), 2:3 (29:29) Baxmann (Talbot, Rankel), 2:4 (43:07) Busch (Christensen, Sharrow), 3:4 (43:07) Vasiljevs (Blank, Akdag/4-5)
 

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