Beim 4:1-Sieg des DEL-Klubs gegen Straubing trifft Charlie Stephens zweimal. Die Gastgeber dominieren die Partie nach Belieben.

Krefeld. Die Krefeld Pinguine sind mit einem Erfolgserlebnis aus der Olympiapause gekommen. Gegen die Straubing Tigers fuhren die Mannen um Coach Rick Adduono gestern Abend vor nur 2340 Zuschauern einen 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)-Pflichtsieg ein und bleiben damit im Rennen um einen der begehrten Pre-Play-off-Plätze in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Adduono hatte angekündigt, dass seine Mannschaft den Liga-Endspurt offensiver angehen würde. Und zumindest das Auftaktdrittel wurde von angriffslustigen Pinguinen beherrscht. Auch wenn die dezimierten Gäste, die gerade 16 Spieler im Kader hatten, sporadisch gefährlich vor das Tor von Scott Langkow kamen, im Grunde dominierten die Gastgeber das Geschehen. Allein die Torverwertung ließ wie so oft in dieser Saison zu wünschen übrig.

Gleich die erste Strafzeit der Gäste wurde eiskalt genutzt

Reihenweise erarbeiteten sich die Pinguine beste Einschussgelegenheiten, indes der Puck wollte nicht über die Linie. Zuweilen zielten die Krefelder nämlich zu gut. Roland Verwey traf nach Zuspiel von Charlie Stephens ebenso nur den Pfosten (7.) wie Rob Globke (12.), wobei Schiedsrichter Piechaczek sogar den Videobeweis bemühen musste, ehe feststand, dass die Scheibe tatsächlich die Linie nicht überquert hatte.

Immerhin - wenigstens im Powerplay legen die Pinguine zusehends mehr Torgefahr an den Tag. Gleich die erste Strafzeit der Straubinger wurde eiskalt genutzt. Verwey fand Patrick Hager hinter dem Tor, der spielte zurück auf Verwey, der Charlie Stephens mustergültig zum längst überfälligen Führungstreffer auflegte (15.).

Hätten Herberts Vasiljevs, der als dritter Krefelder das Torgestänge traf, und Verwey, der an Goalie Bales scheiterte, ihre Chancen in einem weiteren Powerplay genutzt, die Begegnung wäre wohl frühzeitig entschieden gewesen. Stattdessen schlichen sich zunehmend Nachlässigkeiten ins Spiel der Gastgeber ein, die phasenweise völlig ihre Linie verloren und einem harmlosen Gegner plötzlich die Möglichkeit boten, in die Partie zurückzufinden.

Aufstellung Pinguine

Tor: Langkow (Kovacic)

Abwehr: Pavlikovsky, Rourke; Fahey, Kozhevnikov; Schopper, Akdag; Grönvall, Cespiva

Angriff: Blank, Pietta, Vasiljevs; Verwey, Stephens, Endraß; Hager, Payer, Globke; Huebscher, Noebels, Riefers

Zuschauer: 2340

Tore: 1:0 (15:00) Stephens (Verwey, Hager/5-4), 2:0 (32:21) Stephens (Fahey/5-4), 3:0 (42:08) Pietta (Blank/5-4), 3:1 (44:32) Elfring (Mapletoft, Bassen/5-4), 4:1 (48:52) Vasiljevs (Endraß, Pietta)

Strafzeiten: Pinguine: 4, Straubing: 10+ 10 + Spieldauer für Maloney

Schiedsrichter: Piechaczek

Erst der zweite Powerplaytreffer von Stephens, der einen Schlagschuss von Jim Fahey ins Tor abfälschte (33.), brachte wieder Ruhe in die Aktionen der Pinguine, die fortan den Heimsieg kontrolliert nach Hause brachten.

Daniel Pietta mit dem dritten Powerplaytreffer des Abends markierte nach nur zwei Minuten im Schlussdrittel das 3:0, ehe der Straubinger Elfring ebenfalls in Überzahl Pinguine-Goalie Langkow noch den Shutout verdarb (45.). Den Schlusspunkt setzte Vasiljevs, der erstaunlich frisch nach seinem Olympia-Abstecher wirkte, mit dem 4:1 (49.).

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