Pomadiges Spiel bringt Pavlov auf die Palme.

Krefeld. Das Brodeln kann man schon sehen, doch dann wird KEV-Coach Igor Pavlov zum "Eishockey-Trappatoni." Während der Pressekonferenz bändigt der Russe mit deutschem Pass seinen Zorn noch mit Mühe und beschränkt sich auf eine nüchterne Analyse: "Es war kein schönes Spiel. Es gab viele Situationen, wo meine Jungs die unmöglichsten Fehler produzierten. Ich bin glücklich mit den zwei Punkten.” Schon bei der letzten Bemerkung entgleisen ihm die Gesichtszüge, und als sich der Presseraum geleert hat, bahnt sich der Zorn seinen Weg: "Das ist doch unglaublich, so eine Leistung darf man nicht bieten.”

"Dumm herumgestanden” seien seine Spieler im ersten Drittel. "Wo sind denn die jungen Spieler, die Driendls, Hagers und die anderen. Die müssten jetzt, wenn die älteren durch viel Eiszeit müde werden, in die Bresche springen. Aber die verstecken sich.” Auch die Älteren bekommen ihr "Fett weg”. "Rolli Verwey könnte so viel Körperkraft einsetzen, aber das jetzt ist viel zu wenig.” Als Pavlov einen aus seiner Sicht vorbildlichen Einsatz an der Bande demonstrieren will, bewahrt den Journalisten nur ein Sidestep vor blauen Flecken. Keine Frage: Der Mann ist sauer. "Für mich ist das eine Frage des Charakters. Man muss ehrliche Arbeit leisten wollen.” Auf die Frage, in welcher Reihe er Igor Pavlov am Dienstag um 19.30 Uhr im König-Palast gegen Berlin aufstellen wird, kommt es knapp: "Erste Reihe, mindestens.” Aber da grinst er schon wieder.

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