Die Krefelder feiern beim 6:1 in Duisburg bereits den fünften Erfolg in Serie.

Duisburg. Die Krefeld Pinguine haben in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) Freitagabend den fünften Sieg in Folge gefeiert und den dritten Tabellenplatz erobert.

Vielmehr konnten sich die Krefelder von ihrem Gastspiel bei den Füchsen Duisburg, das sie mit 6:1 (2:0, 2:0, 2:1) gewannen, eigentlich nicht erhoffen.

Der Sprung auf den dritten Rang gelang dem Team von Trainer Igor Pavlov, weil Mannheim im Heimspiel gegen Hannover erst nach Verlängerung mit 3:2 gewann. Dank des besseren Torverhältnisses konnten die Pinguine die Adler überflügeln.

Also konnte sich im Krefelder Lager am Freitag niemand beschweren. Auch weil die Pinguine das Duell mit dem Tabellenletzten, der das Eis zuletzt drei Mal in Folge als Sieger verlassen hatte, nicht so klar dominierten, wie es das Endresultat vermuten lässt.

Herberts Vasiljevs erzielt nach 43 Sekunden den Führungstreffer

Zwar brachte Kapitän Herberts Vasiljevs Krefeld nach nur 43 Sekunden mit einem verdeckten Schuss in Führung, aber in der Abwehr erwiesen sich die Pinguine mit nur fünf Verteidigern nicht als besonders sattelfest.

Füchse Duisburg - Pinguine 1:6 (0:2, 0:2, 1:2)

Tor: Langkow (Kovacic), Abwehr: Akdag, Pavlikovsky; Fahey, Fortin; Heid; Sturm: Vasiljevs, Stephens, Blank; Verwey, Loyns, Pietta; Hager, Driendl, Endraß; Huebscher, Proyer, Stephenson, Riefers

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0:1 (0:43) Vasiljevs (Stephens), 0:2 (17:47) Pietta (Pavlikovsky, Loyns), 0:3 (31:17) Vasiljevs (Pavlikovsky, Blank, 5-4), 0:4 (31:40) Fortin (Loyns), 0:5 (40:25) Hager (Vasiljevs, Pavlikovsky), 1:5 (44:47) Jasecko (Mann), 1:6 (54:28) Stephens (5-4)

Duisburg: 22; Pinguine: 14

In den ersten zehn Minuten konnten sich die Pinguine zunächst bei ihrem Ex-Teamkollegen Alexander Selivanov bedanken, der die Scheibe bei einem Alleingang nicht aufs Tor brachte (4.).

Nur zwei Minuten später verhinderte der Videobeweis völlig zurecht den Duisburger Ausgleich, und dann stellte Pinguine-Goalie Scott Langkow bei einem Alleingang von Justin Cox seine Extraklasse unter Beweis.

Was den Duisburgern offensichtlich einige Probleme bereitete, gelang den Krefeldern dann in der 18. Spielminute: den Puck im Netz zappeln zu lassen. Daniel Pietta musste bei einem präzisen Pass von Richard Pavlikovsky nur noch den Schläger reinhalten - 2:0.

Damit war der Widerstand der Duisburger allerdings noch nicht gebrochen. Die ersten zehn Minuten im Mittelabschnitt gehörten wieder den Füchsen.

Einmal rettete Langkow vor dem Ex-Pinguin Jan Alinc und klärte in bester Libero-Manier sechs Meter vor seinem Kasten (26.). Dann warf sich Sinan Akdag bei einem Gegenstoß von Selivanov und Jean-Luc Grand-Pierre erfolgreich in den Puck (29.).

Und schließlich entnervte Langkow den allein auf ihn zustürmenden Cameron Mann (30.). Wiederum machten die Pinguine es besser: Im Gegenzug konnte Füchse-Goalie Edgars Masalskis einen harten Schuss von Pavlikovsky nicht festhalten, und Vasiljevs stocherte die Scheibe zum vorentscheidenden 3:0 über die Linie.

Daraufhin nahm Duisburgs Trainer Hans-Willi Mühlenhaus eine Auszeit - mit dem Resultat, dass Patrick Hager den Füchsen nur 23 gespielte Sekunden später den endgültigen Knock-out verpasste.

Ein Schönheitsfehler war dann lediglich der 1:5-Ehrentreffer durch Stanislav Jasecko, der Langkow damit den sechsten Shut-out dieser Saison verwehrte. Schön wiederum war, dass Charlie Stephens den Krefeldern zum Abschluss mit seinem Treffer zum 6:1-Endstand das dritte Überzahl-Tor des Abends bescherte.

Das freute auch Pavlov: "Unser Ziel war es schnell zu spielen - das haben wir geschafft. Dazu haben wir noch drei Powerplay-Tore geschossen. Die drei Punkte gehen in Ordnung."

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