Die Krefelder verlieren das CHL-Spiel in Ostrava und müssen nun in Oulu punkten.

Die Krefelder verlieren das CHL-Spiel in Ostrava und müssen nun in Oulu punkten.
Die Krefelder Dragan Umicevic (r.) und Steve Hanusch (l.) nehmen einen Gegenspieler in die Zange.

Die Krefelder Dragan Umicevic (r.) und Steve Hanusch (l.) nehmen einen Gegenspieler in die Zange.

Roman Szturc überwindet den Krefelder Goalie Patrick Klein zum 3:0.

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Die Krefelder Dragan Umicevic (r.) und Steve Hanusch (l.) nehmen einen Gegenspieler in die Zange.

Krefeld. Die Krefeld Pinguine haben sich durch eine schwache Anfangsphase um den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde der Champions Hockey League (CHL) gebracht. Die Mannschaft von Franz Fritzmeier unterlag Mittwoch am frühen Abend in Ostrava dem HC Vitkovice mit 3:5. Für ein Weiterkommen müssen die Schwarz-Gelben am Samstag (19 Uhr) beim finnischen Spitzenteam Kärpät Oulu punkten.

Nach nicht einmal zehn gespielten Minuten blickte Fritzmeier regungslos zum Videowürfel und sah dort einen 0:3-Rückstand seiner Mannschaft. Nur 70 Sekunden waren gespielt, als Marcel Müller sich nach einem langen Wechsel leichtfertig den Puck abjagen ließ. Lukas Kucsera erzielte mit einem harten Handgelenkschuss in den Winkel die Führung für die Gastgeber (2.). Vier Minuten später leitete Müller mit einem ungenauen Pass den zweiten Gegentreffer ein. Lukas Kovar fing den Puck an der blauen Linie ab und traf mit einem abgefälschten Schuss zum 2:0 (6.). Damit nicht genug. Alle fünf Feldspieler der Pinguine blickten nur auf den scheibenführenden Rostislav Olesz. Der ehemalige NHL-Spieler bediente Roman Szturk, der dadurch alleine vor Patrick Klein stand und dem Torhüter keine Abwehrchance ließ (10.).

Torwart Patrick Klein verhindert einen höheren Rückstand

Nach den drei Gegentreffern brauchten die Pinguine lange um ins Spiel zu finden. In dieser Phase konnten sie sich bei Klein bedanken, der sich mit fortlaufender Spieldauer immer weiter steigerte, Sicherheit ausstrahlte und den vierten Gegentreffer mehrfach verhinderte. Marco Rosa gelang im zweiten Drittel mit einem Direktschuss der erste Torerfolg für die Schwarz-Gelben (28.). Unmittelbar vor Drittelende vergab Dragan Umicevic eine Großchance zum 2:3. Er hatte Torhüter Patrik Bartosak schon umkurvt und hätte den Puck nur halbhoch ins leere Tor schießen müssen. Doch der Schwede entschied sich für einen Flachschuss und scheiterte an der Kelle der Torhüters (40.).

Den Anschlusstreffer erzielte Herberts Vasiljevs in Überzahl (45.), doch dann gerieten die Pinguine durch zwei kleinliche Entscheidungen der Schiedsrichter in doppelte Unterzahl. Bitter für die Schwarz-Gelben, dass kurz vor Ablauf der zweiten Strafe Karol Sloboda zum 4:2 einschoss (50.). Die Pinguine gaben aber nicht auf, 139 Sekunden vor Spielende musste Olesz auf die Strafbank. Fritzmeier nahm eine Auszeit, Klein blieb auf der Bank. Mit Erfolg. Marc Mancari fälschte einen Schuss von Kyle Klubertanz ab und verkürzte auf 3:4 (58.). Doch der Kampfeswille wurde nicht belohnt. Als Klein wiederum sein Gehäuse verlassen hatte, sorgte Petr Kolouch zehn Sekunden vor Ende für die Entscheidung. (60.). Fritzmeier war mit den Comeback-Qualitäten seines Teams zufrieden und ärgerte sich über den vierten Gegentreffer. „Da waren wir dran und kassieren ein dummes Tor. Es ist noch nicht vorbei. Jetzt müssen wir die Punkte in Oulu holen.“

Tor: Klein (Schroers); Abwehr: Klubertanz - Supis, Sonnenburg - St.Pierre, Little - Hambly, Hanusch; Sturm: Müller - Pietta - Umicevic, Mancari - Rosa - Koziol, Vasiljevs - Collins - Mieszkowski, Orendorz - Kretschmann - Hauner

Schiedsrichter: Konc, Sir

 

Zuschauer: 1 826

 

Tore: 1:0 (1:10) Kucsera, 2:0 (5:22) Kovar, 3:0 (9:36) Szturk (Olesz, Kucsera), 3:1 (27:54) Rosa (Koziol, Hambly), 3:2 (44:25) Vasiljevs (Collins, Rosa - 5:4), 4:2 (49:34) Sloboda (Roman, Baranke - 5:4), 4:3 (57:58) Mancari (Klubertanz, Pietta - 6:4), 5:3 (59:50) Kolouch (Vandas - 5:6)

 

Strafen: Vitkovice 10, Krefeld 8

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