Eishockey: Der 20-Jährige ebnet mit Doppelpack Weg zum Pinguine-Sieg.

Im Fallen knallt Patrick Hager (l.) den Puck zum beruhigenden 3:0 ins Netz. Der mitgelaufene Shay Stephenson braucht nicht mehr einzugreifen. Die Pinguine sind auf der Siegerstraße.
Im Fallen knallt Patrick Hager (l.) den Puck zum beruhigenden 3:0 ins Netz. Der mitgelaufene Shay Stephenson braucht nicht mehr einzugreifen. Die Pinguine sind auf der Siegerstraße.

Im Fallen knallt Patrick Hager (l.) den Puck zum beruhigenden 3:0 ins Netz. Der mitgelaufene Shay Stephenson braucht nicht mehr einzugreifen. Die Pinguine sind auf der Siegerstraße.

Dirk Jochmann

Im Fallen knallt Patrick Hager (l.) den Puck zum beruhigenden 3:0 ins Netz. Der mitgelaufene Shay Stephenson braucht nicht mehr einzugreifen. Die Pinguine sind auf der Siegerstraße.

Krefeld. Hauptsache gewonnen! Das rheinische Derby zwischen den Krefeld Pinguinen und den Kölner Haien war zwar nichts für Feinschmecker, doch am Ende hatten die Krefelder Dienstagabend wenigstens drei Punkte in der Tasche.

Mit 3:1 (1:0, 2:0, 0:1) feierten sie nach zwei vorangegangenen Niederlagen einen wichtigen Sieg im Kampf um die Play-off-Plätze in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und profitierten davon, dass einige Mitkonkurrenten (u.a. Düsseldorf) am Dienstag unerwartet Federn ließen.

Was von ihnen erwartet wurde, das war den Spielern der Pinguine schon vor dem ersten Bully klar. "Wir wollen euch kämpfen sehen", skandierte der Pinguine-Fanblock. Kein Wunder, nach zwei wenig berauschenden Vorstellungen und einem Null-Punkte-Wochenende. Immerhin sie bemühten und mühten sich - gegen eine Kölner Mannschaft, die dagegen locker aufspielen konnte. Davon war bei den Gastgebern über weite Strecken gar nichts zu sehen.

Nervös, hastig und unpräzise agierten sie in der Anfangsphase. Vor allem in der Defensive schlichen sich viele Fehler ein. Auch bei Scott Langkow, eigentlich die Zuverlässigkeit in Person. Doch auch dessen Nervenkostüm scheint angekratzt. So ließ er im Powerplay einen von der Bande zurück springenden Puck durch die Schoner springen, Glück, dass vor dem Tor weit und breit kein Kölner zu sehen war. Dennoch, so langsam kamen die Pinguine besser ins Spiel, und sie gingen fast folgerichtig durch Topscorer Charlie Stephens in Führung (15.).

Die Gastgeber machten sich das Leben manchmal selbst schwer
Allerdings machten sich die Pinguine in der Folge das Leben zeitweise selbst schwer. Nicht zuletzt durch unnötige und dumme Strafzeiten, die Milo, Schopper und Hager zogen, ohne dass die Haien dies zu ihrem Vorteil nutzen konnten.

Tor: Langkow (Kovacic), Abwehr: Milo, Pavlikovsky; Fahey, Fortin; Akdag, Schopper; Heid; Angriff: Verwey, Loyns, Pietta; Vasiljevs, Stephens, Blank; Driendl, Hager, Stephenson; Riefers, Huebscher, Endraß

1:0 (14:56) Stephens (Milo, Vasiljevs), 2:0 (28:03) Hager (Stephenson, Driendl), 3:0 (39:06) Hager (Fahey, Loyns), 3:1 (46:24) Renz (Ullmann, Müller)

Zuschauer: 4184 Schiedsrichter: Jablukov (Berlin) Strafen: Pinguine: 12; Haie: 6

Dass die Krefelder am Dienstag noch intensiv Torschüsse geübt hatten, zahlte sich lange Zeit nicht aus. Im Gegenteil: Herberts Vasiljevs und Shay Stephenson zielten zu genau, trafen im Mittelabschnitt jeweils die Latte des Kölner Tores. Gut, dass es Patrick Hager besser machte. Mit einem Doppelpack stellte er die Weichen auf Sieg. Nach eigenem Bullygewinn legte er Stephenson auf, der an Goalie Doyle scheiterte.

Doch der freche Youngster behielt beim Nachschuss die Übersicht und markierte das 2:0 (29.). Zehn Minuten später umkurvte Hager Torhüter Doyle und schob - zwei Sekunden, nachdem die Kölner eine Unterzahl überstanden hatten - den Puck zur vorentscheidenden 3:0-Führung über die Linie. Renz gelang im Schlussabschnitt noch der Kölner Ehrentreffer (47.). "Heute hat nur das Ergebnis gezählt. Mit der Qualität des Spiels war ich nicht zufrieden", sagte Pinguine-Trainer Igor Pawlow nach der Partie.

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