Beim Debüt von Mikko Vainonen verlieren die Pinguine erneut im König-Palast, scheitern am ehemaligen Krefelder Torhüter Jerry Kuhn.

Beim Debüt von Mikko Vainonen verlieren die Pinguine erneut im König-Palast, scheitern am ehemaligen Krefelder Torhüter Jerry Kuhn.
Maskottchen Kevin begrüßt Mikko Vainonen, den finnischen Verteidiger, der am Freitag sein Debüt für die Pinguine gab.

Maskottchen Kevin begrüßt Mikko Vainonen, den finnischen Verteidiger, der am Freitag sein Debüt für die Pinguine gab.

Andreas Bischof

Maskottchen Kevin begrüßt Mikko Vainonen, den finnischen Verteidiger, der am Freitag sein Debüt für die Pinguine gab.

Krefeld. Seit exakt 70 Tagen sind die Krefeld Pinguine sieglos auf eigenem Eis. Das änderte sich auch am gestrigen Abend nicht. Die Schwarz-Gelben unterlagen DEL-Neuling Bremerhaven mit 1:3. Sonntag (14 Uhr) folgt bereits das nächste Heimspiel gegen Schwenningen.

Nach 100 Sekunden steht der Finne erstmals auf dem Eis

Die Heimniederlagenserie der Pinguine scheint kein Ende nehmen zu wollen. Zum zehnten Mal in Folge verließ die Mannschaft von Franz Fritzmeier als Verlierer das Eis im König-Palast. Auch die nach dem Sieg in Köln positive Stimmung rund um die Mannschaft half nicht, den eigenen Fans endlich wieder einen Sieg zu schenken.

Die Ränge waren zu Spielbeginn gut gefüllt. Mehr als 1 200 Karten hatten die Pinguine über die Aktion „Fußball trifft Eishockey“ abgesetzt – eine Kooperation mit dem Fußballverband Niederrhein. Viele der 4 717 Zuschauer richteten ihre Blicke gespannt auf Zugang Mikko Vainonen. Nach exakt 100 Sekunden stand der Finne erstmals auf dem Eis und leitete das erste Überzahlspiel der Krefelder ein. Vainonen passte den Puck auf Christian Kretschmann, der nur durch ein Foul zu stoppen war (2.). Im folgenden Powerplay setzte Marcel Müller die Scheibe an den Pfosten (3.).

Martin Schymainski gleicht die Gästeführung aus

Die Pinguine, die auf den erkrankten Mike Little verzichten mussten, hatten das Spiel im Griff und spielten nach dem Sieg in Köln mit viel Selbstvertrauen. Trotzdem erzielten die Gäste den ersten Treffer. Rob Bordson hatte Niklas Treutle kalt erwischt. Der Torhüter legte sich den Puck mit dem Schoner selbst ins Tor (13.). Die Pinguine waren in ihrem dritten Überzahlspiel erfolgreich. Martin Schymainski schloss mit einem Direktschuss einen schönen Spielzug über Herberts Vasiljevs und Mike Collins ab (19.). Die Gäste aber antworteten innerhalb von 46 Sekunden. Tim Hambly patzte vor dem eigenen Tor, Jack Combs hielt die Kelle in einen Querpass (20.). Damit hatten die Niedersachsen aus nur vier Torschüssen im ersten Drittel zwei Tore erzielt.

Pinguine treffen selbst in einem Fünf-Minuten-Überzahlspiel nicht

Kapitän Vasiljevs war mit dem Ergebnis nicht zufrieden, zeigte sich aber optimistisch nach dem ersten Drittel: „Wenn wir so weiter spielen, wird es nach dem zweiten Drittel schon ganz anders aussehen.“

Tor: Treutle (Galbraith); Abwehr: Hambly - St.Pierre, Klubertanz - Sonnenburg, M. Schmitz - Vainonen; Sturm: Müller - Pietta - Umicevic, Mancari - Rosa - Collins, Schymainski - Kretschmann - Hauner, Orendorz - Koziol - Vasiljevs

Tore: 0:1 (12:59) Bordson (Lampl, Bergman), 1:1 (18:28) Schymainski (Collins, Vasiljevs - 5:4), 1:2 (19:14) Combs (Bordson, Owens), 1:3 (23:52) Combs (Welsh, Bergman)

Schiedsrichter Brüggemann, Schrader

Zuschauer: 4 717

Strafen Krefeld 8, Bremerhaven 13 + Spieldauer Lampl

Das Spiel der Pinguine morgen im König-Palast gegen Schwenningen können Sie bei uns im Internet ab 19 Uhr im Liveticker verfolgen unter wz.de/krefeld

Es sollte aber ganz anders kommen. Wiederum war es Combs, der zum 1:3 traf (24.). Zu diesem Zeitpunkt stand bereits Patrick Galbraith für den glücklosen Treutle im Krefelder Tor. Im Sturm kehrte Fritzmeier zu den erfolgreichen Formationen aus dem Derbysieg gegen die Haie zurück.

Die Pinguine mühten sich, doch es führte kein Weg an Jerry Kuhn vorbei. Der Torhüter der Bremerhavener, der in der Saison 2013/14 vier Spiele für die Krefelder bestritten hat, erwischte einen Glanztag. Vasiljevs (30.) und Marco Rosa (38.) scheiterten am Amerikaner mit deutschem Pass. Dazu vergaben Pietta und Müller einen Konter in Unterzahl (32.). Pietta hatte zu Beginn des Schlussdrittels die Chance, die Wende einzuleiten, doch Kuhn hielt seinen Penalty (42.).

Die Pinguine spielten fünf Minuten in Überzahl, weil Cody Lampl an der Bande Pietta niedergestreckt hatte (45.). Doch weder im Powerplay noch in den letzten Minuten reichte es zu einem Torerfolg – spätestens beim überragenden Kuhn war Endstation.

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