Eishockey: Nach der Niederlage in Köln schwinden die Hoffnungen auf die Pre-Play-off-Runde.

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Mit vereinten Kräften wehrte sich der Gast aus Krefeld in der Kölner Arena gegen die drohende Niederlage. Insbesondere Keeper Scott Langkow, hier eher am Puck als Kölns 1:0-Torschütze Jason Jaspers, hielt famos.

Mit vereinten Kräften wehrte sich der Gast aus Krefeld in der Kölner Arena gegen die drohende Niederlage. Insbesondere Keeper Scott Langkow, hier eher am Puck als Kölns 1:0-Torschütze Jason Jaspers, hielt famos.

Lutz Matthias

Mit vereinten Kräften wehrte sich der Gast aus Krefeld in der Kölner Arena gegen die drohende Niederlage. Insbesondere Keeper Scott Langkow, hier eher am Puck als Kölns 1:0-Torschütze Jason Jaspers, hielt famos.

Köln. War es das für die Krefeld Pinguine? Mit 0:2 (0:1, 0:0, 0:1) unterlagen die Krefelder im so wichtigen direkten Duell um den Pre-Play-off-Plätze bei den Kölner Haien. Nach dieser Schlappe im "Sechs-Punktespiel" haben die Pinguine eigentlich nur noch theoretische Chancen auf einen versöhnlichen Saisonabschluss. Trainer Rick Adduono hat noch Hoffnung. "Wir werden weiter kämpfen", sagte er trotzig.

Je wichtiger das Spiel, desto unwichtiger ist die Schönheit. Daher war die Partie mehr von den Sekundärtugenden wie Disziplin, Taktik und Konzentration bestimmt als von spielerischer Qualität. Was auch verhinderte, dass lautstarkes Derbyfieber auf den Tribünen entstand.

Die Angst beider Teams vor dem entscheidenden Fehler

Zu deutlich war beiden Teams die Angst vor dem entscheidenden Fehler anzumerken. Allerdings war diese angezogene Handbremse bei den Pinguinen deutlicher zu spüren. Die agierten zwar brav und konzentriert, aber ohne das krachende letzte Quäntchen Leidenschaft, das einen Sieg erzwingen kann.

Dennoch gab es einige Chancen gegen die zunächst eher nervösen Gastgeber, doch Köln Keeper Weibel parierte beispielsweise den Rückhandschlenzer von Boris Blank. Getreu seiner Devise "Erfahrung muss es bringen", kombinierte Coach Rick Adduono seine Top-Sturmreihe mit den Nordamerikanern Rourke/Fahey in der Abwehr. Mit durchaus zweifelhaftem Erfolg, denn nach einer Nachlässigkeit von Charlie Stephens "eskortierte" der pomadige Jim Fahey Kölns Jaspers zu dessen 1:0-Führungstreffer /14.).

Im Mittelabschnitt sicherten sich die Gastgeber eine optische Überlegenheit; und auf Krefelds erste Chance mussten die Fans bis zur 29. Minute warten. Dann wackelte auch Adduonos nächste Vorgabe: Verwey, Kozhevnikov und zwei Mal Fahey holten sich gegen die ausdrückliche Weisung des Coaches Strafzeiten ab. Glücklicherweise folgenlos.

Pinguine, Tor: Langkow (Kovacic), Abwehr: Rourke, Fahey; Schopper, Akdag; Grönvall, Kozhevnikov; Cespiva; Angriff: Vasiljevs ,Stephens, Blank; Verwey, Endraß, Hager; Huebscher, Payer, Driendl; Noebels, Riefers

1:0 (13:25) Jaspers, 2:0 M.Müller (56:53)

Zuschauer: 11938 in der Kölner Arena, Strafzeiten: Köln 4, Pinguine 8

Kurz vor dem Drittelende dann die spektakulärste Situation, als Scott Langkow im Liegen mit der Fanghand nicht nur Barteks Schuss sondern auch den Torjubel von den Mündern der Kölner Fans pflückte. Sekunden später "zimmerte" dann noch Jim Fahey die Scheibe gegen den Pfosten und vergab den Ausgleich.Erst in den letzten 20 Minuten erlebten die Fans das temperamentvolle Derby, das sie erhofft hatten. Vor allem die Pinguine "marschierten" nun, stemmten sich endlich aktiver gegen die drohende Niederlage. Mit mehr Zug zum Tor und mit mehr Leidenschaft.

Doch das Anrennen wirkte zu oft zu kopflos, auch wenn die Gäste nun die klar dominierende Mannschaft waren. Doch in die Angriffe mischten sich immer mehr Konzentrationsfehler. Einen davon nutzte Kölns Marcel Müller, der völlig freistehend den starken Langkow zum entscheidenden 2:0 (57.) bezwang - und die Pinguine aus Krefeld ins Tal der Tränen stürzte.

Sonntag (15.45 Uhr!) gastieren die Grizzlys aus Wolfsburg im König-Palast. Die WZ ist wieder live dabei und informiert über den jeweiligen Spielstand.

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