KFC-Sportchef und Trainer Wolfgang Maes redet Klartext.

Interviewpartner: der Sportdirektor und Trainer des Fußball-Niederrheinligisten Wolfgang Maes.
Interviewpartner: der Sportdirektor und Trainer des Fußball-Niederrheinligisten Wolfgang Maes.

Interviewpartner: der Sportdirektor und Trainer des Fußball-Niederrheinligisten Wolfgang Maes.

Stefan Juretzko

Interviewpartner: der Sportdirektor und Trainer des Fußball-Niederrheinligisten Wolfgang Maes.

Krefeld. Nach 15 von 34 Spieltagen hinkt der KFC Uerdingen in der Fußball-Niederrheinliga seinen Ansprüchen im Aufstiegsrennen noch hinterher. Die Gründe sind für Trainer und Sportdirektor Wolfgang Maes klar, wie der 57-Jährige im WZ-Gespräch offenbart.

Wie haben Sie die 1:2-Niederlage in Remscheid gesehen. Es war die erste Schlappe, seitdem Sie am Ruder sind.

Wolfgang Maes: Ich frage mich, warum wir immer erst nach Rückständen oder lautstarken Halbzeitansprachen anfangen, Fußball zu spielen. Wir haben jedem Spieler deutlich zu verstehen gegeben, dass jeder Gegner über sich hinauswächst, wenn er auf uns trifft. Anscheinend kapieren einige unserer Spieler das einfach nicht. Wir haben schon zu viele Punkte verschenkt.

Wo liegen die Ursachen für dieses Verhalten?

Maes: Es gibt einige Traumtänzer in der Mannschaft, die sich völlig überschätzen. Da muss man auch mal mehr Selbstkritik von dem einen oder anderen einfordern. Aber dann sind Spieler auch noch eingeschnappt, wenn ich sie auswechsle. Sie sollten lieber einmal vor den Spielen den Mund halten und auf dem Platz Leistung zeigen. Das ist es, woran Fußballer gemessen werden. Vielleicht haben wir uns auch bei der Kaderplanung von den Leistungen des einen oder anderen Spielers in der vergangenen Rückrunde blenden lassen.

Was muss sich noch ändern?

Maes: Ich betone es immer wieder: Wir müssen mehr Fußball spielen. Das heißt: Mehr Bewegung ohne Ball, mehr Kampfbereitschaft. Wir haben viele Spieler, die in höheren Klassen agiert haben und gut bezahlt werden. Aber das ist eben auch eine Frage der Fitness. Eine gute körperliche Verfassung ermöglicht ein schnelleres Erfassen einer Spielsituation und bessere Ballkontrolle bei hoher Belastung. Daran müssen wir unbedingt arbeiten. In dem Punkt gibt es erheblichen Nachholbedarf.

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