KFC-Urgestein Wolfgang Maes plant mit seinem Präsidenten die Zukunft des Vereins.

So haben die KFC-Fans Wolfgang Maes in Erinnerung, der ab 1. Februar beim Fußball-Niederrheinligisten für den Bereich Sport zuständig ist.
So haben die KFC-Fans Wolfgang Maes in Erinnerung, der ab 1. Februar beim Fußball-Niederrheinligisten für den Bereich Sport zuständig ist.

So haben die KFC-Fans Wolfgang Maes in Erinnerung, der ab 1. Februar beim Fußball-Niederrheinligisten für den Bereich Sport zuständig ist.

Stefan Juretzko

So haben die KFC-Fans Wolfgang Maes in Erinnerung, der ab 1. Februar beim Fußball-Niederrheinligisten für den Bereich Sport zuständig ist.

Krefeld. Ein letztes Gespräch noch unter vier Augen, sogar winzigste Zweifel beiseite geräumt, schließlich die neue Liaison per Handschlag besiegelt: Am späten Dienstagabend, als das "Neujahrsmeeting" des KFC Uerdingen mit Vips und Sponsoren im blau-rot geschmückten Businessraum der Grotenburg dem Finale entgegensteuerte, machten Agissilaos Kourkoudialos, alias Lakis, und Wolfgang Maes Nägel mit Köpfen.

"Es ist alles in trockenen Tüchern. Ich brauche Entlastung und freue mich auf die Zusammenarbeit", sagte der Präsident des Fußball-Niederrheinligisten.

"Die erste Mannschaft hat Priorität: Wir müssen die Klasse halten."

Der 57-jährige Maes, der eine Aufwandsentschädigung erhält, ist ab 1. Februar Manager des Teams Sport und hat freie Hand. Sein Aufgabengebiet umfasst das gesamte Feld - von der 1. Mannschaft bis zur untersten Jugendklasse.

"Priorität hat natürlich zunächst einmal die Niederrheinliga. Wir müssen sehen, dass wir so schnell wie möglich den Klassenerhalt schaffen. Vielleicht holen wir ja auch noch ein, zwei Spieler", sagte Maes, "parallel dazu werden wir die Weichen für die neue Saison stellen und dann den Aufstieg in die NRW-Liga anpeilen. Wir müssen aus dieser Niederrheinliga raus."

Personell wird sich im KFC-Gebilde erst einmal nichts ändern. "Trainer Uwe Weidemann und der Sportliche Leiter Ralf Kessen sind erstklassige Leute. Die arbeiten Tag und Nacht für den Verein ", sagt Maes.

Nach Aussage des Fußball-Geschäftsführers von Viktoria Goch steht der Durchführung des Nachholspiels am Sonntag gegen den KFC (15 Uhr) nichts im Wege. Der Platz sei in einem guten Zustand. Das Unternehmen Klassenerhalt für das Weidemann-Team kann also beginnen.

Am kommenden Mittwoch hält der KFC Uerdingen seine Jahreshauptversammlung im Seidenweberhaus ab. Beginn ist um 18 Uhr.

Was ihm Sorgen bereitet, ist der Unterbau, der Nachwuchsbereich beim Traditionsverein. "Ich muss mir aber erst abschließend ein Bild machen. Ob es in der neuen Spielzeit Änderungen geben wird, ist hier und heute nicht das Thema."

Tatsache ist, dass der Vertrag von Jugend-Koordinator Richard Towa ausläuft, Jugend-Vorstand Uwe Vohwinkel und A-Jugend-Trainer Andreas Polenski bereits vor Wochen ihre Ämter niedergelegt und bei den C-Jugendlichen (Niederrheinliga) Trainer Dado Salkovic und sein Assistent Poljak Refik am Montagabend die Brocken hingeworfen haben.

Salkovic, der fünf Jahre beim KFC arbeitete, auf WZ-Nachfrage: "Maes hat Dinge über mich in die Welt gesetzt, die gehen eindeutig in die Privatsphäre", sagte Salkovic am Mittwoch, der in der Rückrunde beim MSV Duisburg anheuert.

Maes widersprach dem energisch: "Blödsinn. Salkovic wollte Spieler abwerben und an die Wedau lotsen. Wir hätten seinen Vertrag ohnehin nicht verlängert." Wolfgang Maes ist ein KFC-Urgestein. Bis zu seiner Entlassung im März 2006 war er für die Uerdinger ein Vierteljahrhundert in verschiedenen Positionen tätig.

2004 hatte er das Traineramt von Pele Wollitz übernommen. Der KFC spielte damals noch in der Fußball-Regionalliga. Maes’ Lieblingsfeld ist seit eh und je die Nachwuchsarbeit. 1987 wurde er mit der B-Jugend des KFC Deutscher Meister, 1998 gewann er gegen Eintracht Frankfurt den Pokal.

Unter seinen Fittichen stiegen Spieler wie Stephan Paßlack, Markus Feldhoff, Mustafa Dogan, Marcus Wedau, Christian Vander oder Simon Jentsch zu gestandenen Profis auf, und einer machte sogar international Karriere: Tomasz Kuszak. Er war bis vor kurzem die Nummer zwei im Tor von Manchester United.

Die Nachwuchsarbeit in der Grotenburg hat immer einen sehr guten Ruf genossen. "Es wäre doch gelacht, wenn es uns nicht gelänge, wieder talentierte Krefelder Fußballer bei der Stange zu halten und an den KFC zu binden", sagt Maes, "doch wie gesagt, erst einmal geht es darum, die erste Mannschaft in der Liga zu halten."

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