Die rechte Hand des Fußball- Stars ist erneut geschient worden. Der KFC ist angekommen.

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Der KFC hat den Strand für sich. Am Montag absolvierten die Spieler die ersten Laufeinheiten auf Norderney.

Der KFC hat den Strand für sich. Am Montag absolvierten die Spieler die ersten Laufeinheiten auf Norderney.

Kähler

Der KFC hat den Strand für sich. Am Montag absolvierten die Spieler die ersten Laufeinheiten auf Norderney.

Norderney. Trotz einer Reifenpanne hat der KFC Uerdingen am Montagmittag die Nordseeinsel Norderney pünktlich erreicht. Der Fußball-Niederrheinligist bezieht dort bis Freitag sein Trainingsquartier: Er logiert im Hotel Vier Jahreszeiten - selbstverständlich mit Seeblick. Dienstag oder Mittwoch wird der KFC-Kader von 21 auf 22 aufgefüllt: Ailton ist auf dem Weg. Doch es gibt schlechte Nachrichten. Die Verletzung des neuen Fußball-Stars beim KFC Uerdingen ist schwerer als vermutet.

Nach einer weiteren Untersuchung der lädierten Hand am Montagabend im Helios Klinikum war sogar ursprünglich angedacht, Ailton in Krefeld zu belassen. Präsident Lakis aber will, dass der brasilianische Fußballstar zur Mannschaft stößt. "Er soll definitiv mitfahren, um seine Teamkameraden kennenzulernen, auch wenn er nicht trainieren darf. Er kann auch vor Ort medizinisch versorgt werden", sagte KFC-Boss Lakis gegenüber der WZ.

Die Witterungsbedingungen auf Norderney sind zur Zeit so schlecht, dass sogar das Testspiel gegen den Bezirksligisten FC Verden abgesagt wurde. Das Laufen am Strand - der eigentliche Zweck des Trainingslagers - geht jedoch mühelos. Nach dem Mittagessen und zweistündiger Bettruhe brach das Team von Trainer Wolfgang Maes in zwei Gruppen (neun und zwölf Kilometer) zur ersten Laufeinheit auf. Die einzelnen Grüppchen wurden nach dem Ergebnis des Laktattests unterschiedlich zusammengestellt.

Der Strand ist schneefrei und bietet ordentliche Bedingungen

"Wir haben gut trainiert. Die Bedingungen sind besser als gedacht. Der Strand ist schnee- und eisfrei", sagt Maes. Zufrieden war der Coach auch mit Zugang Kosi Saka, der erst am späten Sonntagabend seinen Vertrag beim KFC unterschrieben hatte und Montagmorgen bereits im Mannschaftsbus saß: "Ich bin davon überzeugt, dass uns Saka weiterbringt. Er ist ein klasse Fußballer."

Hoffnungsträger Ailton aber wird auf der Nordseeinsel nicht am Training teilnehmen können und muss bis auf Weiteres geschont werden. Nach der Diagnose im Klinikum durch den Spezialisten Dr. Michael Fell (Fachbereich Handchirurgie) ist dem Brasilianer intensive sportliche Betätigung strikt untersagt worden. Auch Laufeinheiten kommen derzeit nicht in Frage. Die Hand wurde geschient.

Bei der mit neun Stichen genähten Wunde, die er sich bei einem Schlag in eine Scheibe zwei Tage vor Silvester in der Heimat zugezogen hatte, sind auch Nerven und Sehnen in Mitleidenschaft gezogen worden. Ailton soll nun auf der Insel von KFC-Teamarzt Herbert Steinhauer versorgt werden. Im WDR-Fernsehen witzelte Ailton am Montag: "Am besten ist es, ich kuriere die Verletzung drei Wochen in Brasilien aus."

Eventuell wird Lakis noch einen weiteren Hochkaräter mit nach Norderney bringen - einen "absoluten Kracher", der mehr als 70 Länderspiele auf dem Buckel haben soll. Warten wir’s ab.

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