Der VfR Fischeln empfängt den KFC Sonntag erstmals in der Oberliga an der Kölner Straße.

Der VfR Fischeln empfängt den KFC morgen erstmals in der Oberliga an der Kölner Straße.
Fischelns Kevin Enke (l.) im Zweikampf mit Uerdingens Danny Rankl im Hinspiel. Der KFC gewann in der Grotenburg mit 2:1. Archiv

Fischelns Kevin Enke (l.) im Zweikampf mit Uerdingens Danny Rankl im Hinspiel. Der KFC gewann in der Grotenburg mit 2:1. Archiv

Andreas Bischof

Fischelns Kevin Enke (l.) im Zweikampf mit Uerdingens Danny Rankl im Hinspiel. Der KFC gewann in der Grotenburg mit 2:1. Archiv

Krefeld. Das Warten soll ein Ende haben. André Pawlak und seine Mannschaft des KFC Uerdingen brennen auf das Derby am Sonntag beim VfR Fischeln. Das Krefelder Derby wird in der Fußball-Oberliga erstmals auf der Anlage des VfR an der Kölner Straße ausgerichtet. In der Vorwoche waren die Krefelder nur Zuschauer, als Schonnebeck sich an die Spitze setzte. Der KFC-Trainer sagt: „Noch eine Woche auszusetzen und die Spannung hochzuhalten, ist enorm schwer. Für den Kopf ist das nicht schön.“

Sonntag soll nach einer letzten Platzbegehung an der Kölner Straße endgültig die Entscheidung fallen, ob gespielt wird. Über das Derby, für den KFC nicht das eine große Spiel, aber mit einem gehobenen Stellenwert, sagt Pawlak: „Wir wissen um die Bedeutung. Für uns aber ändert sich in der Vorbereitung nichts. Wir gehen das Spiel nicht anders an als die anderen.“

Pawlak will mit dem KFC in der Rückrunde kein Spiel verlieren

Den Gegner erwartet der Coach mit höchster Bereitschaft: „Die VfR-Ergebnisse der VSonntag beginnende Rückrunde hat der Trainer ein hohes Ziel gesetzt: „Wir wollen kein Spiel mehr verlieren. Dann erübrigt sich auch das Rechnen.“

Derzeit liegt der KFC hinter Schonnebeck zurück, das allerdings ein Spiel mehr bestritten hat. Die Tabelle aber, so Pawlak, interessiere ihn aktuell nicht besonders. Der Weg ist weit genug. Der Druck aber würde steigen, falls der KFC Sonntag wieder nur Zuschauer wäre, und Schonnebeck gegen Cronenberg seinen Vorsprung ausbauen könnte. Unter der Woche kränkelte der eine oder andere KFC-Spieler. Die Magen-Darm-Grippe ist im Umlauf. Ausfälle aber hatte der Uerdinger Trainer gestern noch nicht zu beklagen.

Cherfi erwartet von seiner Elf gegen den KFC mehr Aggressivität

Beim VfR Fischeln muss vieles besser werden, will er im Heimspiel gegen den KFC nicht Schiffbruch erleiden. Trainer Josef Cherfi fordert die Tugenden ein, die die Krefelder in den vergangenen Wochen nicht konstant abgerufen haben. Vor allem nicht beim 0:5-Debakel gegen Ratingen. Cherfi sagt: „Wir haben die Dinge klar angesprochen. Ich bin sicher, dass wir eine andere Mannschaft sehen werden.“ Geradliniger müsse das Team spielen und aggressiver.

Daumen hoch. Eine Platzkommission um den Chef des Sport- und Bäderamtes, Detlef Flick, hat gestern nach einer Begehung des Rasenplatzes des VfR Fischeln an der Kölner Straße entschieden, dass das Krefelder Derby über die Bühne gehen kann. Flick sagte am Mittag: „Stand jetzt findet es statt. Der Platz ist bespielbar.“ Stärkere Regenfälle könnten die Partie bis Sonntag aber noch gefährden.

Der Chefcoach ist zuversichtlich, dass sich sein Team wehren wird: „Das ist für uns ein Highlight-Spiel. Die Hütte wird voll. Das Duell Zweiter gegen Fünfter – wir haben nichts zu verlieren und werden in Derby-Stimmung antreten.“ Im Hinspiel wie auch gegen Velbert zeigte seine Elf bereits, dass sie in einem Spiel mit den Großen mithalten kann. Aber auch Leistungsdellen passieren immer wieder. Dann spielt der VfR nicht wie ein Tabellenfünfter, sondern fehlerhaft wie ein Abstiegskandidat, gesehen in Heimspielen gegen SW Essen (0:3) oder Ratingen (0:5). Mit 28 Punkten steht der VfR nach der Hinrunde aber gut da.

Halil Özcelik wird Simon Gerdts im Tor ablösen, der zuletzt gegen Ratingen einen schlechten Tag erwischt hatte. Cherfi: „Es war ohnehin so verabredet, dass Halil wieder zurück ins Tor geht.“ Die Umstellung von Kunst- auf Naturrasen sei für seine Spieler kein Problem: „Die spielen ohnehin lieber auf Naturrasen.“

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