Der Geschäftsführer des KFC Uerdingen versucht sich im Konflikt zwischen Lakis und den Fans als Schlichter.

Geschäftsführer Thomas Schlecht (l.) und Vorsitzender Lakis
Geschäftsführer Thomas Schlecht (l.) und Vorsitzender Lakis

Geschäftsführer Thomas Schlecht (l.) und Vorsitzender Lakis

Dirk Jochmann

Geschäftsführer Thomas Schlecht (l.) und Vorsitzender Lakis

Krefeld. Der KFC Uerdingen – ein Club im Frühjahr 2015 zwischen Abstiegsangst und Aufbegehren der Fans gegen die Mannschaft. Jetzt schaltet sich auch Geschäftsführer Thomas Schlecht in die Ausseinandersetzung zwischen den Fans und Vorsitzendem Lakis ein. „Wir brauchen Ruhe“, lautet das Credo des KFC-Geschäftsführers.

„Unser Fokus gilt der Begegnung gegen Bochum“

Thomas Schlecht, Geschäftsführer des KFC Uerdingen

Das Verhalten zahlreicher Fans, die Spieler nach der 1:3-Pleite in Siegen attackiert und beleidigt hätten, rief Lakis auf den Plan. Der Vorsitzende drohte den Anhängern Stadionverbote gegen Einzelne auszusprechen, sowie mit der Schließung des Containers des Supporters Club Krefeld. Die Fans jedenfalls begehren auf. Im WZ–Forum schrieb der User „BreakerKR“: „Man sollte vielleicht offenlegen, was den Leuten überhaupt vorgeworfen wird. Vielleicht tritt dann zumindest [ein] Schamgefühl bei manchen auf.“

Andere Anhänger fordern hingegen Verständnis von Lakis. „Das sind doch Emotionen. Herr Lakis müßte doch gerade dafür Verständnis haben“, schreibt zum Beispiel „Stiller Beobachter“ und schlägt in die gleiche Kerbe wie KFC–Trainer Murat Salar und Kapitän Robin Udegbe, die den Ärger der Fans nach elf Spielen ohne Sieg nachvollziehen können und nicht gerade für Sanktionen wie Stadionverbote sind.

Thomas Schlecht versucht sich im Streit als Schlichter: „Unser Fokus gilt der Begegnung am Samstag gegen Bochum“, sagte der KFC-Geschäftsführer im Bemühen, die Konzentration auf den Sport zu lenken. Gleichzeitig räumt er ein, dass die von Lakis in der WZ getätigten Anschuldigungen gegen Anhänger des Regionalligisten ein bestimmendes Thema bei den Blau-Roten ist. „Diese Thematik ist ein zentraler Punkt in dieser Woche für uns“, sagte Schlecht.

Vorstand- und Verwaltungsrat treffen sich am Freitag

Dabei gehen die Meinungen über die Handhabe bei den Verantwortlichen im Club auseinander. „Die grundsätzliche Entscheidung, Stadionverbote auszusprechen, steht“, sagte Lakis. Geschäftsführer Thomas Schlecht will hingegen versuchen, „in alle Richtungen nach Lösungen zu schauen, um zusammen mit den Fans diese Situation angemessen zu klären“. Der Geschäftsführer ließ durchblicken, dass es auch für ihn Grenzen im Umgang der eigenen Fanszene mit der Mannschaft gibt. Morgen werden sich bei einem Treffen Vorstand und Verwaltungsrat mit dem Thema befassen. Schlecht hofft darauf, eine Lösung zu finden, damit dieses Thema zu einem Ende kommt. „Unser Verein kann gerade vor den kommenden Wochen, in denen wir unbedingt punkten müssen, um in der Liga zu bleiben, keine Unruhe gebrauchen“, sagt Schlecht.

Für den KFC steht am Samstag das wichtige Heimspiel gegen die U 23 des VfL Bochum an. Rund um die Grotenburg ist das Bemühen erkennbar vor dem Duell mit den bereits als Absteiger feststehenden Bochumern, weil sie ihre Mannschaft vom Spielbetrieb zurückziehen, die Kräfte zu bündeln.

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