Narciso Lubasa soll der Offensive des Oberligisten zu noch mehr Durchschlagskraft verhelfen. Der 23-Jährige gilt als großes Talent.

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Kam von Eintracht Trier zum KFC: Narciso Lubasa.

Kam von Eintracht Trier zum KFC: Narciso Lubasa.

Bischof, Andreas (abi)

Kam von Eintracht Trier zum KFC: Narciso Lubasa.

Krefeld. „Nicht anzeigen, sondern sich anbieten“, schreit KFC-Trainer Eric van de Luer während des Trainingsspiels Zugang Narciso Lubasa zu. Der ehemalige Zweitligaspieler von Alemannia Aachen beachtet die Anweisungen seines Übungsleiter genau und macht es in der nächsten Situation besser.

Seit zwei Wochen ist der Deutsch-Angolaner jetzt beim Oberligisten unter Vertrag und hat sich bereits voll in der Mannschaft integriert. Im WZ-Interview spricht der 23-Jährige über seinen bisherigen Karriereverlauf, die Perspektive beim KFC Uerdingen und die besondere Beziehung zum Trainer.

Herr Lubasa, Sie sind erst seit zwei Wochen beim KFC und haben bereits ihre Spitznamen ‘Lu’ weg. Ist die Integration bereits gelungen?

Narciso Lubasa: Ja, die Mannschaft hat mich seit dem ersten Tag gut aufgenommen. Außerdem kannte ich Spieler wie Andreas Korte und Kosi Saka bereits vorher.

Ihnen wird nachgesagt, ein großes Talent zu sein. Warum hat der große Durchbruch bisher nicht geklappt?

Lubasa: Es lag vor allem auch an vielen Verletzungen, die mich immer wieder zurückgeworfen haben. Ich hatte allein vier Muskelfaserrisse im linken Oberschenkel. Durch die vielen Verletzungen bin ich bisweilen vorsichtiger im Training zu Werke gegangen, was einigen Trainer nicht so gefallen hat.

Auf welchem Leistungsstand sehen Sie sich derzeit?

Lubasa: Mir fehlt noch ein wenig die Fitness. Ansonsten fühle ich mich aber gut. Mein Ziel ist es, sich durch gute Trainingsleistungen an das Team heranzukämpfen und dann soviel Einsatzzeit wie möglich zu erhalten.

Ihr Trainer Eric van de Luer hält große Stücke auf Sie und war bereits in Aachen einmal Trainer von Ihnen. Wie ist das Verhältnis zu ihm?

Lubasa: Er ist ein Trainer, der weiß, wie man mit verschiedenen Spielertypen umgehen muss und der immer wieder neue Reizpunkte im Training setzt. Seit unserer gemeinsamen Zeit in Aachen ist der Kontakt nie abgebrochen.

Sie fühlen sich in der Offensive am wohlsten, sind beidfüßig und flexibel einsetzbar. Auf welcher Position fühlen Sie sich am wohlsten?

Lubasa: Es stimmt, dass ich in der Offensive am besten zurechtkomme. Ob auf den Außen oder hinter der Spitze ist dabei aber nicht wichtig. Ich habe aber auch schon im defensiven Mittelfeld gespielt und in der Jugend auf den Außenverteidiger-Positionen.

Sie kommen von Eintracht Tier, einem Regionalligisten, der sich anschickt, in die 3. Liga aufzusteigen. Warum haben Sie sich trotzdem für einen Wechsel nach Krefeld entschieden?

Lubasa: Die Perspektive in Krefeld ist besonders gut. Zudem hatte ich nach meiner Verletzung in Trier nicht mehr den Rückhalt des Trainers, den ich beim KFC von Anfang an gespürt habe. Ich will mich hier im nächsten halben Jahr beweisen und am liebsten den Aufstieg in die Regionalliga feiern.

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