Der Vorsitzende Lakis pumpte bislang etwa 300000 Euro in den Klub.

Die Stimmung ist leicht gedrückt: Verwaltungsratsvorsitzender Stefan Kaiser, Jugendvorstand Phillip Torger, Vizepräsident Norbert Kalwa, KFC-Boss Lakis, Moderator Christoph Aretz und Verwaltungsrat Werner Seel (von rechts).
Die Stimmung ist leicht gedrückt: Verwaltungsratsvorsitzender Stefan Kaiser, Jugendvorstand Phillip Torger, Vizepräsident Norbert Kalwa, KFC-Boss Lakis, Moderator Christoph Aretz und Verwaltungsrat Werner Seel (von rechts).

Die Stimmung ist leicht gedrückt: Verwaltungsratsvorsitzender Stefan Kaiser, Jugendvorstand Phillip Torger, Vizepräsident Norbert Kalwa, KFC-Boss Lakis, Moderator Christoph Aretz und Verwaltungsrat Werner Seel (von rechts).

A. Bischof

Die Stimmung ist leicht gedrückt: Verwaltungsratsvorsitzender Stefan Kaiser, Jugendvorstand Phillip Torger, Vizepräsident Norbert Kalwa, KFC-Boss Lakis, Moderator Christoph Aretz und Verwaltungsrat Werner Seel (von rechts).

Krefeld. Das wirtschaftliche Überleben des Fußball-Niederrheinligisten KFC Uerdingen hängt weiterhin vom Engagement des Unternehmers und Sponsors Agissilaos "Lakis" Kourkoudialos ab. Das ist das Fazit der Jahreshauptversammlung.

85 Mitglieder waren zugegen, als die Vereinsführung den Bericht für das Geschäftsjahr 2008 und die Kalkulation für die laufende Saison offenlegte. Der Bericht für das Jahr 2007 entfiel, da die "Abschlussrechnung noch nicht fertig sei" (Steuerberater Hermes), was Unverständnis bei einem Teil der Anwesenden auslöste.

Im Geschäftsjahr 2008 steckte der KFC-Vorsitzende und Investor Lakis insgesamt 300000 Euro in den Verein. Davon ein Drittel zur kurzfristigen Abwendung der Insolvenz im Januar und weitere zwei Drittel zur Deckung des Etats bis heute. Da dieser Betrag als "zinsloses Darlehen" (Lakis) zur Verfügung gestellt wurde, wird der Unternehmer aus Büderich das Geld irgendwann zurückfordern. Der Darlehensvertrag wird derzeit von Verwaltungsrat und Vorstand ausgearbeitet.

Deutlich wurde, dass das Wohl und Wehe des Krefelder Traditionsvereins immer noch in den Händen des Präsidenten Lakis liegt. Die Unterdeckung im Etat ist nicht gerade gering. Als kalkulierte Einnahmen stehen 450000 Euro, als Ausgaben derer 500000. "Wir wollen und müssen noch mehr Einnahmen generieren", sagt der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Stefan Kaiser. Der Haushaltsplan für das laufende Jahr sei im Verwaltungsrat erst nach "heftigen Diskussionen" abgesegnet worden, so Kaiser.

Denn ob der Klub selbst die angestrebten 450000 Euro erwirtschaftet, ist fraglich. Zur Not müsste Lakis als Mäzen abermals einspringen und ein weiteres Darlehen gewähren. Gewiss kein Zustand, den man dauerhaft aufrechterhalten kann, denn die Höhe des Betrages, den der KFC zurückzahlen muss, steigt immer mehr an.

Trotz einer "Mentalität des Sparens", die der Vorstand längst ausgerufen hatte, bleiben die Kassen der Uerdinger leer. Die Ausgaben für Spielergehälter seien im Vergleich zur Vorsaison von etwa 60000 Euro auf 25000Euro gesenkt worden. Doch das Sponsoring, vor allem die Bandenwerbung, bringt zu wenig Einnahmen. Dennoch wurde der Vorstand von den Mitgliedern für anno 2008 entlastet.

Der Verwaltungsrat wurde neu gewählt. Ihm gehören nun Stefan Kaiser (Vorsitz), Rainer Lucas, Andreas Galland, Ingo Scheel, Uwe Vohwinkel, Georg Hermes, Dirk Lumme, Ralf Krings und Werner Seel an. Trikotsponsor Hendrichs und Olaf Stiller scheiden aus dem Gremium aus.

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