Connor Krempicki besticht durch seine Kreativität beim KFC Uerdingen. Der Mittelfeldspieler muss aber noch effizienter werden.

Connor Krempicki besticht durch seine Kreativität beim KFC Uerdingen. Der Mittelfeldspieler muss aber noch effizienter werden.
Connor Krempicki kam vom Bonner SC zum KFC Uerdingen.

Connor Krempicki kam vom Bonner SC zum KFC Uerdingen.

Archiv Dirk Jochmann

Connor Krempicki kam vom Bonner SC zum KFC Uerdingen.

Krefeld. Eigentlich hätte Connor Krempicki schon im Mai den großen Sprung wagen können. Der noch 22-Jährige, damals in Diensten von Fußball-Regionalligist Bonner SC, hatte mit seiner Mannschaft soeben das Finale im Mittelrheinpokal gegen Drittligist Fortuna Köln gewonnen und war in den DFB-Pokal eingezogen. In diesen Tagen flatterte ihm unter anderem ein Angebot des 1. FC Kaiserslautern auf den Tisch. Es wurde ein Thema für ihn. Doch am Ende ging er lieber zum Regionalliga-Aufsteiger KFC Uerdingen. „Es war die beste Lösung. Hier kann ich den nächsten Schritt machen“, sagt der gebürtige Gelsenkirchener über seine Entscheidung, den Niederrhein der Pfalz vorzuziehen.

2012 wurde er deutscher Meister mit den A-Junioren von Schalke 04

In den ersten Spielen für seinen neuen Club ließ der offensive Mittelfeldspieler seine Qualitäten erkennen. Immerhin hat er vorerst seinen Platz in der Offensive gefunden, wenn er auch beim 3:1-Sieg in Rhynern erst von der Bank kam. Im Vorjahr gelangen ihm acht Treffer und neun Vorlagen für Bonn. Insgesamt hat Krempicki in den Regionalligen West und Südwest, in denen er auch für Viktoria Köln und Hoffenheim II spielte, 13 Treffer erzielt. Deutscher A-Jugend-Meister wurde er 2012 mit dem FC Schalke 04 an der Seite von Max Meyer.

Sein Trainer Michael Wiesinger verteilt ein Lob, sagt: „Er ist sehr spielintelligent, muss aber noch an seiner Konsequenz vor dem gegnerischen Tor arbeiten. Er hat einen überragenden Schuss und viel Potenzial. Es wird ein wichtiges Jahr für ihn.“ Nach sechs Ligaspielen fordert der KFC-Trainer noch mehr Effizienz – wie zum Beispiel bei seiner Vorlage zum 2:1 durch Endres in Rhynern: „Das war ein einfacher Ball. Diese Bälle müssen ankommen. Wenn die Kugel bei ihm am Sechzehner ist, muss was dabei rumkommen. Alles in allem aber macht er uns viel Freude.“

Vor allem besticht der 22-Jährige durch seine feine Technik. Die Ballbehandlung ist außerordentlich gut, seine Kreativität erwünscht. Dazu gehört er in seinem Alter auch noch zum letzten Jahrgang der U 23.

Doppeltes Glück also für den KFC. Sein Mitspieler Lucas Musculus, der mit ihm schon zu Bonner Zeiten die gegnerischen Strafräume unsicher machte, sagt über ihn: „Ich habe noch keinen Mitspieler gehabt, mit dem ich mich auf dem Platz so gut verstanden habe. Connor hat eine tolle Ballführung. Er ist kaum vom Ball zu trennen.“

Krempicki: „Ein paar Zentimeter fehlen noch“

Noch tut sich der KFC im letzten Drittel schwer, den Ball an den Mann zu bringen. Krempicki bleibt gelassen, sagte vor wenigen Tagen: „Die Saison ist noch jung. Man kann noch nicht viel sagen. Das kommt einfach noch. Ein paar Zentimeter fehlen noch.“ Gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach kann er heute in der Grotenburg (14 Uhr) seine Kunst wieder beweisen, vielleicht dann auch mit etwas Glück seine Torgefahr.

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