Der KFC Uerdingen will 2010 endlich den ersten Aufstieg seit 16 Jahren schaffen. Der Klub-Boss investiert dafür eifrig.

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Sein bislang größer Fang: Agissilaos „Lakis“ Kourkoudialos (l.) präsentiert stolz den ehemaligen Bundesliga-Star Ailton Goncalves da Silva.

Sein bislang größer Fang: Agissilaos „Lakis“ Kourkoudialos (l.) präsentiert stolz den ehemaligen Bundesliga-Star Ailton Goncalves da Silva.

Dirk Jochmann

Sein bislang größer Fang: Agissilaos „Lakis“ Kourkoudialos (l.) präsentiert stolz den ehemaligen Bundesliga-Star Ailton Goncalves da Silva.

Krefeld. Agissilaos "Lakis" Kourkoudialos ist ein ehrgeiziger Mann. Seit Januar 2008 schwingt der Unternehmer aus Büderich das Zepter als Mäzen und Präsident beim Fußball-Niederrheinligisten KFC Uerdingen. "Ich will zeigen, was in Krefeld möglich ist", sagte der Vereinsboss bei Amtsantritt, nachdem er den finanziell klammen Klub mit einer sofortigen Geldspritze in Höhe von 100000 Euro vor der Insolvenz bewahrt hatte. Wenige Monate nach der Inthronisierung folgte zunächst der Abstieg in die Niederrheinliga, ehe der sofortige Wiederaufstieg ins Auge gefasst wurde - allerdings ohne Erfolg. Richard Towa, der damalige Übungsleiter bei den Krefeldern 2010, musste im Herbst 2008 gehen, sein Nachfolger Uwe Weidemann brachte das Team nach der Winterpause wieder in die Spur und belegte mit dem KFC im Sommer Rang acht - 32 Zähler hinter Aufsteiger VfB Speldorf.

Lakis möchte bis 2013 mit dem KFC in der Dritten Liga sein

In dieser Saison möchte Lakis seinen Traum vom Erreichen der Dritten Liga im Jahre 2013 vorantreiben. Auch das war ein erklärtes Ziel bei seiner Amtsübernahme. Bereits vor dem achten Spieltag übernahm Wolfgang Maes das Ruder als Trainer und Sportdirektor in Personalunion. Dann kämpfte sich der KFC an die Spitze heran, war allerdings in den Spielen gegen Wuppertal, Hiesfeld und Viersen witterungsbedingt zum Zuschauen verurteilt. Mit drei Partien und sieben Punkten Rückstand auf die Spitze gehen die Uerdinger ins Jahr 2010. Spätestens am letzten Spieltag muss die Spitze erobert sein.

Dafür überlässt Lakis offenbar nichts mehr dem Zufall. Im Kalenderjahr 2009 wurden 19 Spieler (davon drei aus der eigenen Jugend) vertraglich an den Verein gebunden - 15 Akteure verließen den Klub. Vor allem die Verpflichtung des brasilianischen Stürmer-Stars Ailton, die bundesweit die Runde machte - aber auch Spieler wie Erhan Albayrak, Bastian Pinske oder Ersan Tekkan sind echte Hausnummern in der sechsten Liga.

"Wir haben diese Leute gewiss nicht für die Bank verpflichtet", sagt KFC-Sprecher Marc Peters. Weitere Namen wie Dietmar Hamann, Boris Zivkovic und Benjamin Baltes werden gehandelt. Im Gegensatz zu vielen Vereinen, die wegen der Wirtschaftskrise den Gürtel enger schnallen, treibt Lakis die Transfers unbeirrt voran.

Das Jahr 2009, vor allem die vergangenen Monate, macht eines klar: Lakis forciert sein Vorhaben vom Aufstieg deutlich. Ballkünstler, die ihre Fertigkeiten schon in höheren Ligen unter Beweis gestellt haben, sollen die Eisen aus dem Feuer holen. Allerdings werden auch einige Akteure in den sauren Apfel beißen müssen. Trainer Wolfgang Maes hat bereits angekündigt, den Kader vor dem Trainingslager auf Norderney (11. bis 15. Januar) noch auszudünnen.

Anno 2010 soll das Jahr des Aufstiegs werden - des ersten seit dem letzten Bundesliga-Aufstieg 1994. Dieser ersehnte Erfolg soll eine neue Ära des Klubs einläuten. Das ist die Vision von KFC-Boss Agissilaos Kourkoudialos.

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