Vor dem Heimspiel am Dienstag gegen Wiedenbrück spricht der KFC-Boss über den Trainer und nicht vorhandene Abstiegsangst.

Fußball Regionalliga KFC Uerdingen - SC Verl, Stadion Grotenburgd, Berliner Straße; Präsident Lakis
Präsident "Lakis" Agissilaos Kourkoudialos.

Präsident "Lakis" Agissilaos Kourkoudialos.

Bischof, Andreas (abi)

Präsident "Lakis" Agissilaos Kourkoudialos.

Krefeld. Der KFC Uerdingen steht mit dem Rücken zur Wand. Über Monate konnte sich der Regionalligist auf einem dicken Punktepolster vor den Abstiegsrängen ausruhen. Vor dem heutigen Nachholspiel gegen den SC Wiedenbrück (19.30 Uhr) beträgt der Abstand nur noch zwei Zähler. KFC-Boss Lakis nimmt zur Situation Stellung und sagt: Einen Plan B gibt es nicht.

Herr Lakis, wie groß ist die Anspannung bei Ihnen, wenn Sie auf die Tabelle schauen?

Lakis: Die ist nicht größer als in den vergangenen Wochen auch. Wir wissen, dass wir am Wochenende richtigen Mist gespielt haben. Trotzdem vertraue ich der Mannschaft und dem Trainerteam.

Woher kommt dieses Vertrauen?

Lakis: Die Mannschaft hat unter Trainer Murat Salar gezeigt, dass sie guten Fußball spielen kann und die Qualität besitzt, in der Regionalliga zu bestehen.

Murat Salar, Trainer des KFC Uerdingen, erwartet nach der 1:3-Niederlage in Hennef von seiner Mannschaft gegen den SC Wiedenbrück eine Reaktion. „Das ist unser Bonus-Spiel. Die Spieler wissen, dass sie am Wochenende schlecht waren und werden eine andere Leistung zeigen. Wir werden dieses Spiel gewinnen“, sagt Murat Salar.

Einzig Dominik Oehlers, Toshinori Uefune, Gökhan Aktas und Patrick Jöcks fallen heute definitiv aus. Fabio Fahrian stieg wieder ins Mannschaftstraining ein. Hinter dem Einsatz von Sebastian Hirsch steht noch ein kleines Fragezeichen.

Beim Tabellenletzten in Hennef war das aber nicht der Fall.

Lakis: Das wissen wir, trotzdem ist auch klar, dass es nicht immer so leicht ist, gegen eine Mannschaft zu spielen, die nichts mehr zu verlieren hat.

Trainer Murat Salar trifft also keine Schuld an der Niederlage in Hennef?

Lakis: Murat Salar macht bei uns einen hervorragenden Job. Er hat nach der katastrophalen Vorsaison einen Umbruch mit eingeleitet, den wir brauchten. Zudem hat er großen Anteil daran, dass die Kosten für die Mannschaft deutlich gesenkt werden konnten. Für mich hat seine Selbstkritik nach der Niederlage in Hennef menschliche Stärke bewiesen.

„Wir sind von der Arbeit unseres Trainerteams überzeugt.“

Wenn Salar gegen Wiedenbrück nicht gewinnen sollte, bleibt er dann Trainer?

Lakis: Ich vergesse nicht, welch’ gute Arbeit er über die Saison geleistet hat und lasse mich auch nicht von einzelnen Ergebnissen beeinflussen.

Wäre es in der jetzigen Situation nicht schwierig, einen neuen Trainer zu finden?

Lakis: Nein, Trainer gibt es genug. Nur sind wir von der Arbeit unseres Trainerteams überzeugt.

Die Angst vor einem Abstieg scheint sich bei Ihnen in Grenzen zu halten?

Lakis: Daran verschwende ich keinen Gedanken. Ich glaube an das Team und bin sicher, dass wir die nötigen Punkte holen werden, um die Klasse zu halten. Gegen Wiedenbrück müssen wir alle, Spieler, Trainer, Vorstand und Fans Zusammenhalt demonstrieren und gemeinsam diesen Sieg holen.

Gibt es einen Plan B, wenn der Abstieg doch zur Realität werden sollte?

Lakis: Nein.

Wie sehr ärgert es Sie, dass der Abstieg jetzt doch noch einmal so nahe ist?

Lakis: Natürlich ärgert mich das. Ich würde jetzt auch lieber bereits die neue Saison planen. Aber dies war in acht Jahren beim KFC Uerdingen glaube ich nur ein- oder zweimal der Fall. Aber welche Mannschaft kann denn solch eine Verletzungsmisere, die wir in dieser Spielzeit hatten, verkraften?

Gilt denn trotz der akuten Abstiegsgefahr noch das Ziel, nächste Saison aufzusteigen?

Lakis: Wir wollen nächstes Jahr oben mitspielen. Jetzt zählt aber erst einmal nur das Spiel gegen Wiedenbrück, das unbedingt gewonnen werden muss.

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