Der KFC Uerdingen sucht einen Coach, der das Oberligateam und die Jugendlichen weiterentwickelt.

Die KFC-Verantwortlichen Lakis und Mikhail Ponomarev (v.l.) suchen einen neuen Trainer für die kommende Saison. Archiv
Die KFC-Verantwortlichen Lakis und Mikhail Ponomarev (v.l.) suchen einen neuen Trainer für die kommende Saison. Archiv

Die KFC-Verantwortlichen Lakis und Mikhail Ponomarev (v.l.) suchen einen neuen Trainer für die kommende Saison. Archiv

samla

Die KFC-Verantwortlichen Lakis und Mikhail Ponomarev (v.l.) suchen einen neuen Trainer für die kommende Saison. Archiv

Krefeld. Nikolas Weinhart hält in diesen Tagen als Geschäftsstellenleiter einen noch engeren Kontakt zu seinen Vorgesetzten Lakis und Mikhail Ponomarev. Das Trio muss sich abstimmen. Mal wieder ist es die Trainerfrage, die den Fußball-Oberligisten KFC Uerdingen beschäftigt. Jörn Großkopf wird es nicht sein, der die Mannschaft in der neuen Saison an die Spitze führen soll. Ein neuer Mann wird gesucht. Weinhart sagt: „Wir arbeiten mit Hochdruck. Wir wollen sehr bald eine Entscheidung treffen.“

Details zum gesuchten Trainerprofil will Weinhart nicht nennen. Was aber muss der neue Trainer können? Welche Kompetenzen sollte er mitbringen? Offenbar arbeitet der KFC nach WZ-Information an einer Lösung, die nicht nur auf die Oberliga-Mannschaft Einfluss hätte, sondern auch auf die Jugendabteilung. Ein Trainer, der möglichst auch wie mit einer Art Oberaufsicht die A-Junioren im Blick hat, um junge Talente an die erste Mannschaft heranzuführen.

Der Trainer muss mit erfahrenen Spielern und Talenten umgehen

Weinhart sagt dazu: „Ein Mann, der den Verein, die Mannschaft und die Jugend weiterentwickelt, wäre doch der perfekte Trainer. Was kann es Schöneres geben, als eigene Talente zu fördern.“ Als Ausbilder hob Weinhart lobend den amtierenden A-Junioren-Trainer Gerd Gotsche hervor, der aktuell auch das Bindeglied zum Oberliga-Team ist, wo er als Assistent von Großkopf fungiert.

Der neue Trainer muss mit einem vielseitigen Spielermaterial umgehen können. Erfahrene Ex-Profis wie Timo Achenbach, eventuell auch Exzentriker wie Mohamadou Idrissou, falls dieser bleibt, und auf der anderen Seite Talente wie Marvin Matten. Eine nicht einfach zu moderierende Melange. Der KFC setzte bisher in den Fällen von Michael Boris und Jörn Großkopf auf die Künste von Fußball-Lehrern. Ein Oberliga-Kenner würde die Startbedingungen jedoch wohl erleichtern. Jemand, der weiß, wie in der Oberliga gespielt wird, welche Mittel und welche Spieler erforderlich sind, um hier erfolgreich zu spielen.

Weinhart sagt jedoch auf Nachfrage: „Es muss nicht zwingend ein Oberliga-Kenner sein.“ Und ob der neue Mann unbedingt eine offensive Spielphilosophie vertreten muss, sagt er: „Man kann auch durch Kampf glänzen. Wichtig ist, dass die Mannschaft eine Einheit ist. Sie muss als Kollektiv funktionieren und immer 100 Prozent Einsatz bringen.“ In der laufenden Spielzeit haben Oberliga-Trainer wie Kapellens Frank Mitschkowski (berufliche Gründe), der Hiesfelder Jörg Vollack, der Hildener Georg Kreß (Rücktritt) oder Peter Kunkel ihren Dienst quittiert oder sind entlassen worden. Kunkel verfügt zudem als ehemaliger Trainer von RW Essen, Velbert und Speldorf über Regional- und NRW-Liga-Erfahrung. Derzeit ist er Nachwuchs-Koordinator bei RWO. Zuletzt betreute er Oberhausens U23 in der Oberliga. Zum in den Medien kursierenden Namen Heiko Scholz, der jüngst seinen Vertrag bei Lok Leipzig verlängert hat und trotzdem ein heißer Kandidat sein soll, sagt Weinhart: „Das ist für uns nur ein Gerücht.“

KFC-Trainer Jörn Großkopf muss im morgigen Oberliga-Spiel beim abstiegsbedrohten VfB Hilden auf Walid Sekkour verzichten, der an einer Magen-Darm-Erkrankung leidet. Nachwuchsspieler Marvin Matten wird eventuell in der U 19 aushelfen, die sich für die Niederrheinliga qualifizieren will. Die KFC-Spieler Mohamadou Idrissou und Timo Achenbach sind weiterhin verletzt. anle

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