Ein fast verloren geglaubtes Spiel drehen die Einwechselspieler Dörfler und Musculus mit ihren Toren.

Ein fast verloren geglaubtes Spiel drehen die Einwechselspieler Dörfler und Musculus mit ihren Toren.
Nach erfolgreicher Arbeit (v.l.): Kevin Großkreutz mit Siegtorschütze Lucas Musculus und Oguzhan Kefkir, der das 1:1 für die Uerdinger erzielte.

Nach erfolgreicher Arbeit (v.l.): Kevin Großkreutz mit Siegtorschütze Lucas Musculus und Oguzhan Kefkir, der das 1:1 für die Uerdinger erzielte.

Trainer Stefan Krämer gratuliert dem eingewechselten Lucas Musculus zum Siegtor.

Eibner, Bild 1 von 2

Nach erfolgreicher Arbeit (v.l.): Kevin Großkreutz mit Siegtorschütze Lucas Musculus und Oguzhan Kefkir, der das 1:1 für die Uerdinger erzielte.

Was für ein süßes Ende eines nervenaufreibenden Abends. Lange sah der KFC wie ein Verlierer aus, doch die Uerdinger hatten den längeren Atem. Die Siegermentalität des Vorjahres haben sie noch nicht verloren. Joker Lucas Musculus erzielte in der dritten Minute der Nachspielzeit das Siegtor zum 3:2 gegen den SV Meppen. Sein erster Einsatz in dieser Saison. Die KFC-Fans unter den 4305 Zuschauern in Duisburg riss es von den Sitzen. Der zweite Erfolg im dritten Saisonspiel war perfekt.

Momente, Spieler, Aufreger: So war das KFC-Spiel gegen Meppen

In Überzahl hatte der ebenfalls eingewechselte Johannes Dörfler den Ausgleich erzielt (79.). Dann führten die Krefelder ein Power Play am Meppener Strafraum auf – mit glücklichem Ende. Zwei Rückstände bogen die Hausherren in den Sieg um. Musculus: „Ich habe gar nicht gesehen, wo das Tor steht. Wir hatten die Moral bis zum Schluss.“ Und Trainer Stefan Krämer bilanzierte: „Das war Wild-West-Fußball. Wir sind volles Risiko gegangen und haben alles reingeschmissen. Wir müssen aber auch genau analysieren. In der ersten Hälfte haben viele Dinge nicht geklappt. Da war Meppen griffiger.“

Lange laufen die Krefelder Dordas Eigentor hinterher

Krämer hinterfragte nach dem Spiel offen auch seine Aufstellung, die er in der Halbzeit korrigiert hatte. Einige Spieler seien noch müde vom Würzburg-Spiel gewesen. Dörfler befand: „Wir haben immer an uns geglaubt. Solche Siege sind die schönsten.“ Oguzhan Kefkir erhielt in der Startelf den Vorzug auf dem linken Flügel. Nach dem Spiel sagte er: „Ich war zu keinem Zeitpunkt misstrauisch, was den Sieg angeht.“

Ali Ibrahimaj, der in Würzburg mit seinem Führungstreffer und guten Aktionen Akzente gesetzt hatte, war angeschlagen gewesen. Er nahm nur auf der Bank Platz. Für das erste Gegentor sorgten die Uerdinger selbst. Meppens Max Wegner legte sich den Ball im Strafraum zu weit vor, der zur Hilfe eilende Christian Dorda wollte mit einer Grätsche retten, bugsierte den Ball aber ins eigene Tor – 0:1 (17.). Bei den Krefeldern kamen die letzten Bälle am Strafraum nicht so an wie gewollt.

Zur Pause brachte Krämer Johannes Dörfler und Lucas Musculus, um die Offensive zu beleben – für Aigner und Konrad. Den Ausgleich aber erzielte Kefkir. Zentral vor dem Tor, legte er sich den Ball zwei Meter vor, schoss mit links ins rechte untere Eck (52.). Meppen aber blieb gefährlich, erst zielte Wegner aus kurzer Distanz auf Torwart René Vollath, dann aber köpfte Nico Granatowski über Vollath ins Tor.

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Wie schon im Heimspiel gegen Unterhaching sah die Hintermannschaft nicht gut aus. Nach 64 Minuten kam noch Ali Ibrahimaj für den unauffälligen Stürmer Maximilian Beister. Die Offensivreihe war nun bis auf Kefkir komplett gewechselt. Meppens Patrick Posipal sah Gelb-Rot (70.). Es war das Signal für die Uerdinger. Sie setzten den Gästen immer mehr zu, ließen aber auch Konter zu, die schlecht ausgespielt wurden. Dörfler traf zum 2:2 (79.), dann wurde der Druck auf das Meppener Tor immer größer – bis Musculus den ultimativen Jubel auslöste.

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