Die Spieler des KFC Uerdingen verbringen ihren freien Nachmittag schon mal ganz weit oben. Trainer Kramer spricht mit der WZ über den aktuellen Kader.

KFC Uerdingen: Stefan Krämer und Stefan Reisinger
KFC Uerdingen: Trainer Stefan Krämer und sein Assistent Stefan Reisinger im Trainingslager in Hopfgarten/Tirol.

KFC Uerdingen: Trainer Stefan Krämer und sein Assistent Stefan Reisinger im Trainingslager in Hopfgarten/Tirol.

Christopher Köster

KFC Uerdingen: Trainer Stefan Krämer und sein Assistent Stefan Reisinger im Trainingslager in Hopfgarten/Tirol.

Am Wochenende ging es für die Spieler des KFC Uerdingen hoch hinaus. Nach knapp zwei Tagen Dauerregen gab Trainer Stefan Krämer seinen Jungs nach dem Mittagessen frei. Und die nutzten die Zeit, um ein wenig Höhenluft zu schnuppern. Mit der Bergbahn ging es hinauf zur Hohen Salve, auf 1828 Meter mit Blick in das Brixental und auf den Wilden Kaiser.

Nicht wild soll es bei den Uerdingern sportlich werden, aber auch in der 3. Liga weit nach oben gehen. Krämer jedenfalls ist hochmotiviert. „Ich freue mich wie ein kleines Kind auf die Saison“, sagt der Fußballlehrer rund drei Wochen vor dem Saisonstart gegen die SpVgg Unterhaching (27. bis 30. Juli). Die Begründung für die Vorfreude ist gleichsam kurios wie logisch. „Die 3. Liga ist ein Stahlbad. Und mit unserem Weg, unserem guten Kader werden wir auswärts sicherlich nicht mit offenen Armen empfangen. Da wird jedes Spiel eine Nagelprobe, ein Ritt auf der Rasierklinge. Vielleicht erleben wir 19 Mal Mannheim (Spielabbruch im Relegations-Rückspiel, Anm. d. Red), nur etwas abgeschwächt.“

Krämer ist also heiß auf den Wettbewerb – und seine Jungs scheinen es auch zu sein. Im Training ist ordentlich Zug drin, in den diversen Spielformen geht es richtig zur Sache. Jeder Spieler hängt sich rein, um an seiner eigenen Form zu feilen und den Trainer davon zu überzeugen, künftig auf ihn zu setzen. Und abseits des Platzes geht es bei dem Ausflug, beim Rudelgucken der WM-Spiele sowie bei Pokerturnieren ums Teambuilding.

Krämer möchte keine Spieler mehr abgeben

„Zwischenmenschlich gibt es überhaupt kein Problem. Der Kern der Aufstiegsmannschaft ist ein verschworener Haufen. Und die haben die Neuen super aufgenommen“, sagt der Trainer über die Findungsphase: „Und die Neuzugänge, die aus höheren Klassen kommen, bekommen bei uns auch keine Extrawurst gebraten. Sie wollen einfach ein Teil der Mannschaft werden. Man merkt nicht, wer erst seit zwei Wochen und wer seit zwei Jahren hier ist.“

Der Kader hingegen soll bei derzeit 27 Spielern „nicht mehr größer werden“. Auch wenn Krämer „nichts ausschließen“ kann, „möchte ich ungern jemanden verlieren“. Bei Mittelfeldspieler Tanju Öztürk ist kein Verkauf geplant, sondern „eher die andere Richtung“, wie Krämer betont. Den erst 19 Jahre alten Österreicher Mark Große, zuletzt in der A-Jugend von Hannover 96, hat sich Krämer mit seinem Trainerteam zwei Tage lang angeschaut. „Ich glaube aber nicht, dass es zu einer Verpflichtung kommt“, sagt der 51-Jährige.

Stattdessen will Krämer den aktuellen Kader noch mehr auf seine Linie bringen. Am Montag kann er in Hopfgarten gegen den tschechischen Erstligisten FK Pribram schauen, wie gut die Spieler seine Vorgaben bereits umsetzen. Hoffentlich länger als 41 Minuten, wie beim wetterbedingten Spielabbruch am Donnerstag.

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