Auswärts punkten die Uerdinger nicht wie ein Aufsteiger. Daher soll am Samstag in Essen ein „Dreier“ her.

Auswärts punkten die Uerdinger nicht wie ein Aufsteiger. Daher soll morgen in Essen ein „Dreier“ her.
Im Hinspiel rettete Marcel Reichwein (2.v.l.) dem KFC mit seinem Tor zum 2:2-Endstand einen Punkt. Archiv: Revierfoto

Im Hinspiel rettete Marcel Reichwein (2.v.l.) dem KFC mit seinem Tor zum 2:2-Endstand einen Punkt. Archiv: Revierfoto

Im Hinspiel rettete Marcel Reichwein (2.v.l.) dem KFC mit seinem Tor zum 2:2-Endstand einen Punkt. Archiv: Revierfoto

Krefeld. Die Fußballer des KFC Uerdingen begeben sich am Samstagvormittag wieder auf eine Auswärtsfahrt. Zielort ist diesmal die Hafenstraße im Essener Stadtteil Bergeborbeck. Rot-Weiß hat zum Duell geladen. Das ist immer einen Ausflug wert – für die Fans ohnehin. Und auch die Verantwortlichen des Tabellenzweiten aus Uerdingen wünschen sich natürlich einen schönen Nachmittag, ein Erfolgserlebnis.

Auswärts haben die Uerdinger noch viel Luft nach oben

Dass es so kommen wird, das kann man in dieser Saison bisher aber nicht sicher voraussagen. Von neun Spielen auf fremdem Platz gewann der Tabellenzweite nur vier. Drei Remis gab es zu sehen. Beide Saisonniederlagen erlitten die Krefelder auswärts. Im Ranking der Auswärtstabelle bedeutet das aktuell Rang sechs mit 15 Punkten und sieben Treffern. Da ist im Aufstiegsrennen noch Luft nach oben. Vor drei Wochen setzte es das 0:1 in Köln. Die Uerdinger fanden nie richtig ins Spiel. Trainer Michael Wiesinger sagt: „Unsere Herangehensweise ist eigentlich immer gleich. In Köln waren wir aber nicht voll da. Die Gegner sind zu Hause oft mutiger als auswärts.“

Auch bei der U 23 von Fortuna Düsseldorf ließ der KFC beim 0:0 Punkte liegen. Wiesinger: „Das hat weh getan.“ Den Job einfach erledigen, Punkte einfahren, notfalls ohne zu glänzen. So wie es in den Heimspielen gelingt. Das wünscht sich Wiesinger auch auswärts. Mund abputzen und weiter. So wie es andere Spitzenmannschaften machen.

Trainer Michael Wiesinger: In Essen geht es ans Eingemachte

Nur der Flinger Broich in Düsseldorf, oder nur das kleine Franz-Kremer-Stadion in Köln? Nicht unbedingt Highlight-Spiele. „Das darf kein Argument sein. Es kam aber irgendwie der Eindruck auf“, sagt Wiesinger. Dabei gab es auch Beispiele dafür, dass das Team es durchaus kann. In Wuppertal siegten die Uerdinger in einem Topduell 1:0, genauso bei Rot-Weiß Oberhausen – vor einem Fernsehpublikum. Solch einen Auftritt erwartet Wiesinger auch morgen in Essen. „Essen ist eine Hausnummer. Da geht es ans Eingemachte.“

Die Grotenburg haben die Fußballer des KFC Uerdingen dagegen zu einer Art Festung ausgebaut. Keines ihrer zehn Heimspiele haben sie verloren. Sieben Siege, drei Remis. Das ist in der Regionalliga der Spitzenwert. 24 Punkte holten die Krefelder daheim. Sie stehen damit in einer guten Tradition. Die letzte Liga-Niederlage vor eigenem Publikum datiert vom 3. April 2016 – 1:2 gegen Bocholt. Wiesinger: „Manchmal ist es ein Phänomen. Es gibt zu Hause noch einmal ein größeres Zutrauen durch die Fans und die Grotenburg.“

So war es auch irgendwie nicht verwunderlich, dass der 2:1-Siegtreffer durch Lucas Musculus jüngst gegen den Bonner SC noch fiel, wenn auch sehr spät. Der KFC diktierte ohnehin lange Phasen des Spiels – und erzwang den Sieg.

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