Der KFC schafft nur ein 1:1 gegen Wuppertal II. 27-Minuten-Einsatz für den Kugelblitz.

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Vor der ersten Ballberührung: Ailton (M.) setzt sich mit seinem bulligen Körper geschickt durch.

Vor der ersten Ballberührung: Ailton (M.) setzt sich mit seinem bulligen Körper geschickt durch.

Vor der ersten Ballberührung: Ailton (M.) setzt sich mit seinem bulligen Körper geschickt durch.

dpa, Bild 1 von 2

Vor der ersten Ballberührung: Ailton (M.) setzt sich mit seinem bulligen Körper geschickt durch.

Krefeld. Das lange Warten ist zu Ende. Ailton spielt wieder. In einer neuen Welt, in einer für ihn sehr fremden Umgebung. Ailton kickt in der sechsten Liga - Vorhang auf und Bühne frei für den neuen Fußball-Star in der Niederrheinliga..

Genau 800 Tage nach seinem letzten Pflichtspieleinsatz für den MSV Duisburg (0:1 gegen Frankfurt am 16. Dezember 2007 ) darf Fußball-Deutschland die Fertigkeiten des Brasilianers ab sofort wieder bestaunen. Am Mittwochabend gegen 20.50 Uhr trippelte der 36-jährige frühere Bundesligastar auf den seifigen Rasen des Grotenburg-Stadions und kam unter dem Beifall der KFC-Fans zum ersten Mal für seinen neuen Klub zum Einsatz. Journalisten der schreibenden Zunft und TV-Reporter diverser Fernsehsender lassen den Fußballstar in den restlichen knapp 30 Minuten der Partie nicht mehr aus den Augen.

Doch aller Anfang ist schwer. Auch mit Ailton muss der KFC Uerdingen auf den ersten Dreier im neuen Jahr warten. Die Aufholjagd in der Niederrheinliga lässt mithin auf sich warten. Kein Wunder, dass die Enttäuschung bei Cheftrainer Wolfgang Maes nach dem 1:1 (1:1)-Unentschieden gegen den Wuppertaler SV II vor 3525 Besuchern groß war. "Es hätte ein schöner Abend sein können, aber Fußballspielen war bei dem Platz nicht möglich", sagte der Coach.

Fragen stehen vor dem Debüt des früheren Bundesliga-Profis im Raum: Unterschätzt Ailton möglicherweise die Liga? Wie wird sich der neue Hoffnungsträger des Krefelder Fußballs mit seiner Karbonschiene an der rechten Hand behaupten? Lässt er sich auf dem Spielfeld geschickt zurückfallen oder wartet Ailton routiniert auf seine Torchance? Wie ist die Harmonie untereinander? Wunderdinge könne man von Ailton noch nicht erwarten, hatte der KFC-Coach im Vorfeld geunkt.

Zur Pause, beim Stande von 1:1 durch Tore des Wuppertalers Benedikt Schröder (39.) nach unglücklicher Abwehraktion der Krefelder und der prompten Antwort durch den starken Kapitän Erhan Albayrak (44.) läuft sich der Kugelblitz warm. Inzwischen hat es aufgehört zu regnen, aber der Platz ist schwer bespielbar.

Ailton-Sprechchöre schallen von den Rängen der Südtribüne. Dann ist es endlich so weit. Trainer Wolfgang Maes gibt ein Zeichen, und in der 63. Minute nimmt Ailton im schwarz-gelben KFC-Trikot seinen Platz im Team ein: Für Gzim Rexhaj rückt der einstige Bundesliga-Torjäger in den Angriff. Zwei Minuten später kommt von ihm der erste Pass. In einem rassigen Kampfspiel geht es intensiv zur Sache.

Dann ist Ailton wieder am Zug: In einer fast komischen Szene wenig später liefert er sich ein Laufduell mit dem Wuppertaler Torwart - und wird zweiter Sieger. Der Kugelblitz tut sich schwer. Aber in der 79. Minute hat er plötzlich freie Schussbahn - doch sein Schuss geht über den Kasten. Auf der Gegenseite hat Sven Müller die Siegchance für den WSV - vergibt aber. Glück für den KFC.

Weitere Fotos und der Videoauftritt mit Ailton ab heute Mittag auf www.wz-krefeld.de

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