Präsident Lakis ist guter Dinge, dass der Verein in der zweiten Instanz mehr Erfolg hat und das Ratingen-Spiel wiederholt wird.

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KFC-Kapitän Erhan Albayrak begleitet Präsident Lakis (l.) vom Feld.

KFC-Kapitän Erhan Albayrak begleitet Präsident Lakis (l.) vom Feld.

Drabben

KFC-Kapitän Erhan Albayrak begleitet Präsident Lakis (l.) vom Feld.

Krefeld. Wie bitter ist diese Vorstellung: Mit 84 Punkten, dem mit Abstand besten Sturm (derzeit 89 Treffer) und der zweitbesten Defensive (28) nicht in die Fußball-NRW-Liga aufzusteigen, weil einige wenige Sympathisanten sich bei einem Auswärtsspiel nicht im Griff haben und der Verband dieses Fehlverhalten als einzigen Grund für den Spielabbruch wertet.

Dieses Horrorszenario kann für den KFC Uerdingen am 29. Mai, nach dem letzte Spieltag der Niederrheinliga, Wirklichkeit werden. „So etwas gibt es nirgendwo in der Geschichte des Fußballs“, glaubt KFC-Kapitän Erhan Albayrak.

Sowohl Turu Düsseldorf als auch der KFC Uerdingen hätten aus sportlicher Sicht einen Aufstieg verdient gehabt. Das Reglement sieht aber nur einen Aufsteiger vor. Und so konzentrieren sich die Gedanken beim KFC auf die Revision, die vor der Spruchkammer des Westdeutschen Fußball-Verbandes landen wird.

„Die sehr kurze Begründung der ersten Instanz ist mangelhaft. Wieso wird nur von einem Fehlverhalten der KFC-Fans gesprochen und Ratingen nicht bestraft?“ fragt sich KFC-Präsident Agissilaos „Lakis“ Kourkoudialos. Ursache für die Eskalation am Rande des Spiels sei eindeutig das Fehlverhalten der Polizei gewesen. „Warum wurde sofort massiv Pfefferspray eingesetzt?“ so Lakis.

Der KFC hofft, dass die gesammelten Bilder und Videos zugelassen werden

Die vom KFC gesammelten Fotos und Videos, die von der Spruchkammer nicht zugelassen wurden, würden laut KFC-Präsident eindeutig das Fehlverhalten der Polizei und des Vereins Ratingen 04/19 im Hinblick auf fehlende Ordner belegen. Das sieht auch KFC-Trainer Peter Wongrowitz so, der hofft, dass die nächste Instanz das digitale Material zulässt:

Mittwochabend, 19 Uhr, findet im Parkhaus Oppum, Werkstättenstraße 10, das Mitgliedertreffen des KFC statt.

Am Montag wurde Andreas Galland zum Vorsitzenden des Verwaltungsrates gewählt. Fünf andere Posten bleiben unverändert.

„Der Gastverein waren wir, Gastgeber war Ratingen. Ich habe nirgendwo Ordner gesehen, weder vor der Tribüne mit unseren Fans noch als auf der anderen Seite die Feuerwerkskörper losgingen. Daher verwundert mich, dass der Gastverein nicht bestraft wird.“

Die zweite Hoffnung, die der KFC für die Revision hat, ist die Aussage der Polizei, dass das Ratinger Stadion für das sicherheitsrelevante Spiel gar nicht zugelassen gewesen sei.

Unterdessen hat Lakis keine klare Stellung dazu bezogen, wie es bei einem Nichtaufstieg mit seinem Engagement weitergeht. „Ich habe das Umfeld und die Mannschaft ins Herz geschlossen. Allerdings muss ich, sollten wir nicht aufsteigen, alles erst einmal überdenken“, sagte der Präsident.

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