Krefelder kommen bei der 0:4-Niederlage gegen die Sportfreunde sogar noch glimpflich davon.

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Nichts zu bestellen hatte Kofi Yeboah Schulz (l.) mit dem KFC gegen Lotte.

Nichts zu bestellen hatte Kofi Yeboah Schulz (l.) mit dem KFC gegen Lotte.

Andreas Bischof

Nichts zu bestellen hatte Kofi Yeboah Schulz (l.) mit dem KFC gegen Lotte.

Krefeld. Der KFC Uerdingen hat am Wochenende die schwächste Leistung in dieser Saison geboten und mit 0:4 gegen die Sportfreunde Lotte verloren. Gerade einmal einen Torschuss brachte das Team von Trainer Murat Salar in 90 Minuten gegen einen geordneten, aber bei weitem nicht überragenden Gegner zustande.

Und hinten brannte es die gesamte Spielzeit über immer wieder lichterloh. Die Gäste aus Lotte hatten keine Probleme, durch Kevin Pires-Rodrigues (10.), Jesse Weissenfeld (33./51.) und Tim Wendel (42.) einen Sieg herauszuschießen, der am Ende auch noch zu niedrig ausfiel.

Einzig Torwart Robin Udegbe erreichte beim KFC Normalform und parierte einige glasklare Torchancen der Sportfreunde stark im Eins-gegen-eins. „Diese Leistung ist nicht zu entschuldigen, das ist unheimlich bitter“, sagte Udegbe nach Spielschluss, bevor Trainer Murat Salar das Interview abbrach.

Seinen Spielern gestattete der Trainer an diesem Tag nicht mehr, mit den wartenden Journalisten zu reden. Zu tief saß auch beim Trainer der Stachel nach dieser bitteren Niederlage, für die sich auch Salar auf der anschließenden Pressekonferenz bei den nur 1298 Zuschauern in der Grotenburg entschuldigte.

Akarca sieht nach unnötiger Grätsche von hinten Rot

Ohne System, ohne Ordnung und am Ende auch ohne Kopf – Burak Akarca sah nach einer unnötigen Grätsche von hinten in der 66. Minute die Rote Karte – verlor der KFC ein Spiel, das man sicher verlieren konnte. Die Art und Weise erinnerte jedoch stark an die katastrophale Vorsaison.

Ohne die verletzten Stammspieler Aliosman Aydin, Ioannis Alexiou, Sebastian Hirsch und Armand Drevina präsentierte sich der KFC gegen Lotte wie ein Absteiger. Dass diese Leistung in einer ansonsten ansprechenden Saison nur ein Ausrutscher der ganz üblen Sorte war, muss man im Lager des KFC einfach hoffen.

„Die Situation ist schwierig und gefährlich, ich muss dieses Spiel erst mal sacken lassen“, sagte Salar, der sein Team am Sonntag zum Straftraining samt 80-minütiger Videoanalyse berief und auch den eigentlich freien Rosenmontag strich. Vor allem die harmlose Offensive besorgt das Trainerteam. Seit sechs Spielen haben die Blau-Roten bereits kein Tor mehr geschossen.

Der einzig positive Aspekt an diesem Wochenende waren für den KFC die Ergebnisse auf den anderen Plätzen. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt weiterhin zehn Punkte. Eine Leistungssteigerung im Auswärtsspiel in Rödinghausen am kommenden Wochenende ist trotzdem unabdingbar.

Während der zweiten Halbzeit musste die Partie übrigens kurzzeitig unterbrochen werden, weil ein KFC-Anhänger aufs Spielfeld lief und sich zum Tor der Gäste begab. Das Sicherheitspersonal führte den Mann anschließend ab, der sich am Sonntag im Internet für seinen Lauf auf den Platz entschuldigte. hoss

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