Gegen die U 21 des 1. FC Köln spielten die Uerdinger nur 0:0 und verpassten den Sprung auf die Nichtabstiegsplätze.

Fußball
Moses Lamidi vergibt hier die beste KFC-Chance in Hälfte zwei.

Moses Lamidi vergibt hier die beste KFC-Chance in Hälfte zwei.

samla

Moses Lamidi vergibt hier die beste KFC-Chance in Hälfte zwei.

Köln. Für Frohsinn hatten die Spieler des KFC Uerdingen am Samstagnachmittag nicht viel übrig. Zwar regiert in diesen Tagen unverkennbar der Karneval in Köln – und auch viele Krefelder Fans hatten sich kostümiert auf den Weg ins Franz-Kremer-Stadion im Südwesten der Millionenstadt gemacht – doch das torlose Remis des vom Abstieg bedrohten Fußball-Regionalligisten gegen die U 21 des 1. FC Köln drückte die Stimmung.

Stürmer Uzun: „Momentan sind wir vorne keine Killer“

KFC-Stürmer Emrah Uzun stapfte vom Feld wie nach einer Niederlage. So ähnlich dürfte sich dieses 0:0 für den 26-Jährigen auch angefühlt haben: „Es ist ärgerlich. Hier war einfach mehr drin“, sagte Uzun, der selbst eine sogenannte hundertprozentige Chance in der starken Uerdinger Anfangsphase ausgelassen hatte, und fügte etwas gefrustet an: „Momentan sind wir vorne keine Killer. Wenn man unten drin steht, gehen die Dinger einfach nicht rein.“

Drei bis vier solcher Chancen ließ der KFC gegen Köln aus. Nach Einschussmöglichkeiten zu urteilen, war er dem Sieg näher als der Gastgeber, doch am Ende mussten die Krefelder die Punkte teilen. Der „FC“, bei dem laut Trainer Stephan Engels „kein Spieler außer Torwart Sven Müller Topform erreichte“ bleibt damit acht Punkte vor dem KFC.

Die ausgelassenen Chancen sind in dieser Saison ein wiederkehrendes Thema bei der Mannschaft von der Grotenburg . Mittelfeldspieler Waldemar Schattner gab eine Erklärung: „Wir stehen gehörig unter Druck. Vielleicht fehlt auch etwas die Überzeugung.“ Immerhin aber, so der 25-Jährige, habe man zu Null gespielt. Und: „Wir kreieren uns die Chancen. Das ist schon mal positiv.“ Moses Lamidi hatte gar drei gute Möglichkeiten. Keine führte zum Erfolg. Die wenigen, aber gefährlichen Kölner Abschlüsse vereitelte der erneut gut aufgelegte Keeper Robin Udegbe. Ein Faustpfand im Abstiegskampf.

Dass die Uerdinger die Kontrolle nach etwa 25 Minuten nach einem Fehler des Abwehrchefs Alexiou aus der Hand gaben, gefiel Trainer Eric van der Luer überhaupt nicht: „Plötzlich sind wir neben der Spur“, sagte der 48-jährige Niederländer, der dagegen Lob für null Gegentore fand. Im Angriff habe man grundsätzlich immer die Qualität, einen Treffer zu erzielen.

Udegbe - Ammi, Jakubowski, Alexiou, Toure - Schattner, Issa (84. Sevinc), Schulz, Saka (68. Baltes) - Uzun (90. Vorjaans), Lamidi

Fehlanzeige

Ioannis Alexiou, Emrah Uzun

600

Zu gerne hätte van der Luer schon in Köln auf die Dienste von Güngör Kaya – der lange gesperrte Deutsch-Türke laborierte an einer Mandelentzündung – vertraut: „Kaya hätte ein Tor gemacht.“ So traf keiner. Und so mussten die Krefelder ihren Sprung auf den Nichtabstiegsplatz 14 erst einmal vertagen.

KFC: Udegbe - Ammi, Jakubowski, Alexiou, Toure - Schattner, Issa (84. Sevinc), Schulz, Saka (68. Baltes) - Uzun (90. Vorjaans), Lamidi

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