KFC - SC West
Der vierte Sieg in Folge ließ auch den Grotifanten jubeln.

Der vierte Sieg in Folge ließ auch den Grotifanten jubeln.

Jochmann, Dirk (dj)

Der vierte Sieg in Folge ließ auch den Grotifanten jubeln.

Krefeld. Noch Minuten nach Spielende feierten die KFC-Fans ihre Mannschaft, verabschiedeten ihr Team mit Sprechchören und Applaus in die Kabine. Es muss ein wohltuender Moment gewesen sein für die Fußballer von Trainer Michael Boris, der sich nach dem souveränen 3:1-Heimsieg gegen den Aufsteiger SC West auf der Pressekonferenz explizit für die "tolle Unterstützung über die gesamte Spielzeit" bei den Zuschauern bedankte.

Es war eine Heimspiel-Atmosphäre, wie sie sich auch der zweite Vorsitzende Mikhail Ponomarev auf der Mitgliederversammlung gewünscht hatte, als er mehr Unterstützung eingefordert hatte. Die im Sommer neuformierte Mannschaft war nach dem Abstieg ohne großen Vertrauensvorschuss der Fans in die Saison gegangen, musste sich einige Male Pfiffe und Geraune gefallen lassen. Nicht erst seit diesem vierten Sieg in Folge macht es den Eindruck, dass Team und Fans immer mehr zusammenwachsen. Großes Vertrauen genießt derzeit auch Stürmer Darko Anic. Am Samstagabend bekam er von Trainer Boris sogar den Vorzug vor Star-Angreifer Mohamadou Idrissou, der nach seiner vierwöchigen Sperre bei Anpfiff nur auf der Bank saß. Eine neue Situation für den Kameruner. Und ein Zeichen an die Mannschaft: Leistung zahlt sich aus.

Anic: "Ich weiß, was ich kann!"

Der 23-Jährige hatte sich in den zurückliegenden Wochen in den Fokus gespielt. Auch gegen den SC West zeigte der Deutsch-Kroate eine starke Leistung, erzielte das wichtige 1:0 (11.) nach Abel-Vorlage gleich selbst. Er sagte: "Meine Aufstellung hat mich gefreut. Überrascht war ich nicht. Ich weiß, was ich kann und habe das Vertrauen zurückgezahlt." Auch im weiteren Verlauf war Anic ein Aktivposten, eroberte hinten Bälle, war anspielbar, setzte seine Mitspieler in Szene, traf einmal noch den Pfosten. Ähnlich wie Doppeltorschütze Silvio Pagano, den es beim 2:0 (18.) von seiner rechten Seite in den Strafraum zog, um eine Flanke Timo Achenbachs anzunehmen und im Tor zu versenken. Später traf er nur das Außennetz. In der 72. Minute war er dann aber nach einer Flanke von links mit dem Kopf zur Stelle. Mit sechs Treffern liegt der Mittelfeldspieler nun gleichauf mit dem Kameruner Idrissou, der kurz zuvor eingewechselt worden war und den entscheidenden Ball eroberte.

Der KFC präsentierte sich gefestigt, kombinierte sich bis vor das Tor, ließ den Ball gut laufen, war in Bewegung. Nur die ersten 20 Minuten nach der Halbzeit gestalteten die Gäste offener. Das Elfmetertor zum 1:3 (76.) für West brachte Uerdingen nicht aus dem Konzept. Anic sagte: "Die Stimmung im Team ist gut. Wir spielen befreiter. Unser Spielaufbau wird immer besser." Trainer Boris war ebenfalls zufrieden: "Wir waren dominant, hatten viel Ballbesitz." Nur die Phase nach der Halbzeit sei nicht geplant gewesen. Für die Feinarbeit ist nun Zeit. Das nächste KFC-Spiel findet erst am 12. Dezember statt. Im ersten Rückrundenspiel gegen Hiesfeld. Wenn der ramponierte Rasen der Grotenburg es dann zulässt.

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