Im Derby gegen Fischeln ist der KFC haushoher Favorit – und will an die Spitze der Liga.

Fussball
Auf eine stattliche Kulisse wie im Hinspiel hoffen die Verantwortlichen auch heute wieder.

Auf eine stattliche Kulisse wie im Hinspiel hoffen die Verantwortlichen auch heute wieder.

Andreas Bischof

Auf eine stattliche Kulisse wie im Hinspiel hoffen die Verantwortlichen auch heute wieder.

Krefeld. Es ist angerichtet. Das vierte Krefelder Derby in der Fußball-Niederrheinliga steigt Freitagabend ab 20 Uhr in der Grotenburg. Der VfR Fischeln empfängt den KFC Uerdingen. Die Favoritenrolle ist vor dem Duell schnell vergeben. Die Uerdinger, die im Aufstiegsrennen hoch gehandelt werden, können mit einem Sieg vorübergehend die Tabellenführung übernehmen – und überließen daher gestern nichts dem Zufall. Vor allem Standardsituationen standen am Nachmittag im Training auf dem Zettel von Trainer Peter Wongrowitz.

Dann setzte sich der KFC-Tross in Richtung Sportschule Wedau in Bewegung, um im Kurztrainingslager die volle Konzentration auf das heutige Spiel zu legen, und dem Treiben an Altweiber aus dem Weg zu gehen. Bis Freitagabend bleibt der KFC in Klausur. „Es gibt eine Besprechung, dann fahren wir zum Stadion und geben Gas“, sagt Trainer Wongrowitz, der sich von den leisen Tönen aus Fischeln (die WZ berichtete) nicht beirren lässt. „Ich weiß, dass Fischeln spielen kann. Sie haben auch einige gute Spieler. Gegen uns sind sie außerdem hochmotiviert“, sagte Wongrowitz.

Beide Trainer müssen in der Startformation improvisieren

Die letzten beiden Duelle waren klare Angelegenheiten für den KFC (4:1, 4:2). Ausgerechnet im prestigeträchtigen Stadtduell darf sich der Aufstiegsaspirant keinen Patzer erlauben. Peter Wongrowitz muss Freitag allerdings auf die Dienste von Rechtsverteidiger Dustin Hähner (Zahn-OP) und Kosi Saka verzichten (Verletzung am Sprunggelenk). Auch Ahmet Isiklar und Christian Petry stehen nicht zur Verfügung. Der Coach muss in der Defensive improvisieren, genau wie sein Gegenüber.

An der Kölner Straße ist nach dem Auswärtssieg in Goch etwas Zuversicht eingekehrt, doch mehr als eine Minimalchance rechnen sich die abstiegsbedrohten Fischelner nicht zu: „Vielleicht können wir über uns hinauswachsen, wenn wir lange die Null halten“, sagt VfR-Trainer Uwe Weidemann, der gerne zu seiner alten Wirkungsstätte (28 Spiele als Trainer von 2008 bis 2009) zurückkehrt, zu seiner Entlassung im September 2009 aber nichts mehr sagen will. „Ich freue mich auf das Spiel. Der KFC hat heute eine tolle Truppe zusammen. Wir wollen einfach ein gutes Spiel abliefern.“

Besonders vor der Offensivstärke des KFC hat der VfR höchsten Respekt. „Wir werden gehörig unter Druck geraten. Wir dürfen uns nicht viele Fehler erlauben.“ Die Verletzungssorgen in Fischeln sind nicht neu. Zwischenzeitlich hatte Weidemann nur elf Mann im Training. Nun steht auch noch hinter Linksverteidiger Michael Killich (Zerrung) ein Fragezeichen. Im Mittelfeld setzt der Coach wieder auf den jungen Christian Hollender. Für VfR-Boss Thomas Schlösser ist dennoch klar: „Wir werden uns nicht kampflos ergeben.“

Die Abendkassen (Tor 4 an der Berliner Str) werden um 18:30 Uhr geöffnet, also eineinhalb Stunden vor Anpfiff.
 

Für Karteninhaber stehen zudem die Eingänge am Kunstrasenplatz (Tor 3 A) sowie an der Zoobrücke (Tor 2) zur Verfügung.

Der KFC weist seine Dauerkarten-Inhaber noch einmal darauf hin, dass es sich am Freitag um ein Auswärtsspiel handelt, und somit Dauer-, Ehren- und BusinessClub-Karten keine Gültigkeit besitzen.

Wie bereits im Hinspiel werden die Ost- und die Südtribüne geöffnet sein. Beide Vereine rechnen mit zirka 4000 Zuschauern.

Die närrische Treiben macht auch vor dem Derby keinen Halt. Die Prinzenpaare aus Krefeld, Oppum und Uerdingen werden um 19 Uhr auf dem Grotenburg-Gelände erwartet.

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