Krefeld. Das war wohl nichts: Der ehemalige türkische Nationalspieler Fatih Akyel hat dem KFC Uerdingen kurzfristig einen Korb gegeben. Am späten Donnerstagabend entschied sich der Verteidiger kurzfristig gegen den KFC. 

Der Verein hatte bereits für Donnerstagnachmittag eine Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen Stars angesetzt. Diese verschob sich dann auf Freitagmorgen, weil der Türke wegen einer Flugverlegung erst am Donnerstag gegen 22 Uhr in Deutschland eintreffen sollte.

Nun kommt er gar nicht. Und das, obwohl er sich nach Angaben des Klubs noch gegen 17 Uhr bei den KFC-Spielern Ersan Tekkan und Erhan Albayrak erkundigte, wo er übernachten und wer ihn vom Flughafen abholen werde. Die beiden Spieler hätten den Neuzugang gemeinsam mit KFC-Boss Lakis in Düsseldorf abgeholt. 

Warum sich der 32-jährige Akyel so kurzfristig gegen die sechste Liga entschieden hat, ist unklar. Offenbar hat er nun doch ein lukrativeres Angebot aus einer höheren Liga bekommen. Präsident Lakis zeigte sich in einer ersten Reaktion tief enttäuscht vom Verhalten des Stars.

"Wir sind alle sehr geknickt", sagte KFC-Geschäftsstellenleiter Lutz Spendig am Freitagmorgen zur WZ. "Es ist aber besser, dass das alles jetzt noch geplatzt ist." Für so eine Charakterlosigkeit ist laut KFC-Boss Lakis kein Platz beim KFC. 

Spendig vermutet, dass Akyel kurz vor dem Abflug noch eine Offerte bekommen hat, die er nun annehmen wird: "Dadurch, dass wir Akyels Unterschrift angekündigt haben, sind vielleicht noch andere Klubs auf ihn aufmerksam geworden."

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