Wie der KFC Uerdingen den brasilianischen Unterhaltungsfußballer auf Norderney vermarktet.

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KFC Boss Lakis (l.) und sein neuer Star Ailton bei der Pressekonferenz im Haus der Insel auf Norderney.

KFC Boss Lakis (l.) und sein neuer Star Ailton bei der Pressekonferenz im Haus der Insel auf Norderney.

Klingen

KFC Boss Lakis (l.) und sein neuer Star Ailton bei der Pressekonferenz im Haus der Insel auf Norderney.

Norderney. "Is’ Esse gut?" Das war die erste Frage, die Ailton am Mittwoch Abend seinen Mannschaftskameraden im Restaurant des Hotels "Vier Jahreszeiten" gestellt hat.

Kurz zuvor, um 19.30 Uhr, war er vom Vereinsboss des KFC Uerdingen, Agissilaos "Lakis" Kourkoudialos, vorgefahren worden. Standesgemäß im Porsche. Damit ging eine tagelange Posse um den an der rechten Hand verletzten Star der sechsten Liga zu Ende.

"Ich bin froh, dass ich endlich mit Ailton hier bin", sagte der schillernde KFC-Boss Lakis auf der Pressekonferenz im Haus der Insel auf Norderney. Der Präsident und der "Kugelblitz" haben die letzte Fähre zur Ostfrieseninsel um 18.15 Uhr "auf den letzten Drücker bekommen". Lakis: "Toni wurde auf der Fahrt sogar ein bisschen schlecht, weil ich so schnell gefahren bin."

Nicht mehr ganz so schlecht geht es übrigens der Hand. "Immer noch bissche Schmerze, aber is’ schon besser", sagte der Brasilianer in seinem von den Fans geliebten Ailton-Deutsch. Das Trainingsverbot reicht noch drei Wochen. "Nur alleine bissche laufe."

Zum Start gegen Wülfrath soll Ailton dabei sein

Die große Ailton-Premiere am 10. Februar gegen den 1.FC Wülfrath ist laut Trainer Wolfgang Maes aber nicht gefährdet: "Bis dahin wird er gesund sein. Fehlende Fitness macht er mit Cleverness weg."

Als clever kann man auch die Marketing-Strategie des KFC bezeichnen. Ailton ist die Attraktion auf der ansonsten ausgestorbenen Ferieninsel. Ein gutes Dutzend Journalisten inklusive dem Deutschen Sport Fernsehen (DSF) sind vor Ort. Und damit das so bleibt, hat der "Kugelblitz" am Donnerstag seinen nächsten Auftritt. "Während die anderen laufen, wird Ailton im Kraftraum arbeiten", sagte Coach Maes. Die Presse ist eingeladen. Selbstverständlich.

Und was ist mit dem weiteren Zugang, dem nächsten "Kracher", den Boss Lakis ankündigt? "Es ist immer noch nicht alles fix", so der Mäzen. Nur so viel: "Der Spieler ist ein Held in seinem Land, er hat 70 Länderspiele gemacht, ist knapp über 30 und kommt aus Europa." Auf keinen Fall also ein Brasilianer. "Einer reicht ja auch", meint Ailton.

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