Aílton Gonçalves da Silva wird am Mittwoch sein erstes Spiel für den KFC Uerdingen bestreiten. Gestern verkündete der Verein, dass der Arzt einer Duisburger Spezialklinik grünes Licht für das Debüt des Kugelblitzes gegen Wülfrath gegeben hat. Nachdem der neue Star der sechsten Liga wochenlang wie ein Tanzbär in der Marketing-Manege präsentiert wurde, soll er nun endlich das tun, wofür er laut KFC-Boss Lakis in erster Linie bezahlt wird: Fußballspielen.

Ob Ailton das aber schon so kann, wie sich die Fans das wünschen, ist mehr als fraglich. Abgesehen davon, dass die Handverletzung (Arterie, Sehne und Nerven waren gerissen) den Brasilianer behindern wird, stellt sich auch noch die Frage nach der Fitness des 36-Jährigen. Ein Spieler, der sich bislang überwiegend auf dem Laufband und in Fernsehstudios bewegt hat, kann nicht fit sein. Auch nicht, wenn er mal Bundesliga-Torschützenkönig war und jetzt nur noch in der sechsten Liga seine Tore machen soll. Denn auch dort haben die Spieler eine gewisse Qualität.

So wie die Kicker des KFC: Der Kader von Trainer Wolfgang Maes ist gespickt mit Akteuren, die hoch motiviert sind und eine harte Vorbereitung absolviert haben. Von diesen Spielern muss nun einer für den Marketing-Stürmer seinen Platz räumen. Das erhöht den Druck auf den Brasilianer. Wenn es bei ihm nicht sofort läuft, muss er um die Unterstützung aus der Mannschaft bangen. Erst recht, weil er im Team noch keinen Anschluss gefunden hat. Schließlich hat er bisher fast gar nicht mit den Kollegen trainiert.

Mit Spannung dürfen die KFC-Fans also am Mittwoch auf dem Rasen der Grotenburg die Leistung des Stars beobachten. Es sei denn, das schlechte Wetter gewährt Ailton noch einen kleinen Aufschub.

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