Der Kapitän des KFC Uerdingen bezieht Stellung zur Situation in der Mannschaft, den Perspektiven und den Kampf um den Aufsteig.

Timo Achenbach
Timo Achenbach

Timo Achenbach

Bischof, Andreas (abi)

Timo Achenbach

Die Vorbereitung hat begonnen. Der KFC Uerdingen läuft sich für die Rückserie in der Oberliga warm, an deren Ende im Juni der Aufstieg in die Regionalliga stehen soll. Mittendrin: Kapitän Timo Achenbach. Der 33-jährige frühere Profi spricht mit unserer Zeitung darüber, was es besser zu machen gilt als im Herbst, wie seine Zukunft im Fußball aussieht.

Herr Achenbach, wo sehen Sie den größten Verbesserungsbedarf?

Timo Achenbach: „Wir haben uns in der Hinrunde teilweise das Leben zu schwer gemacht, zu selten das frühe Tor gemacht oder einen zweiten Treffer nachgelegt. Wie im Rückspiel gegen Hiesfeld. Da kassieren wir ein dummes Gegentor, laufen hinterher. Das ist dann selbst für uns schwer. Im Training sollte sich jeder voll konzentrieren und jede Torchance auch in der Vorbereitung versuchen eiskalt zu nutzen. Es ist wichtig mit einem guten Gefühl in die Rückrunde zu gehen.“

Was gibt es taktisch zu ändern?

Achenbach: „Wir haben in den Wochen vor der Winterpause gesehen, welch große spielerische Qualität wir haben. Wir werden Dinge noch besser einstudieren, um noch variabler zu sein.“

Geboren am 3. September 1982 in Witten

TuS Heven (1986-1990), VfL Witten (1990-1993), SG Wattenscheid 09 (1993-1996), Borussia Dortmund (1996-2001)

Borussia Dortmund II (2001-2003), VfB Lübeck (2003-2004(Leihe), 1. FC Köln (2004-2005/Leihe), SpVgg Greuther Fürth (2005-2008), Alemannia Aachen (2008-2012), SV Sandhausen (2012-2015), KFC Uerdingen (seit dem 29.7.2015, Vertrag läuft bis 2018)

2. Liga 323 (10 Tore)
Regionalliga 49 (3)
Oberliga 51 (5)
Länderspiele 3 (U 21)

Bundesliga-Aufstieg mit dem 1. FC Köln

In Pascal Schmidt und Danny Rankl sind zwei starke Offensivleute dazugekommen.

Achenbach: „Im Training hat man schon gesehen, dass sie eine hohe Qualität mitbringen. Wir müssen sehen, wie schnell sie sich integrieren und ihre Vorschusslorbeeren auf dem Platz bestätigen.“

„Mir ist es egal, was Wuppertal macht. Ich kann die Tabelle lesen.“

Auch der Wuppertaler SV hat sich verstärkt. Wie sehen Sie den Zweikampf?

Achenbach: „Mit ist es egal, was Wuppertal macht. Ich kann die Tabelle lesen. Wenn wir unser Nachholspiel beim 1. FC Mönchengladbach (21. Februar, d. Red.) gewinnen, sind es noch zwei Punkte Rückstand. Dann haben wir im direkten Duell wieder alles in der Hand. Wir schauen nur auf uns.“

Sie sind nun 33. Was planen Sie nach ihrer Spielerlaufbahn?

Achenbach: „Es ist vertraglich so fixiert, dass ich den Jungen Platz mache, wenn der Punkt gekommen ist und dann abtrete. Ich bin hierher gewechselt, um dem Verein zu helfen. Offen ist noch, ob es im Trainergeschäft sein wird oder in einer anderen Aufgabe.“

„Ich kann nicht sagen, ich will jetzt Fliesenleger werden.“

Wären Sie gerne Trainer?

Achenbach: „Es ist ein Ziel Trainer zu werden, aber es ist eine komplett andere Sache. Dieses Jahr hier ist auch sehr wichtig. Ich will mich im Fußball weiterbilden und Dinge aufschnappen, generell im Fußball bleiben. Nach meiner Karriere im Fußball und mit 33 Jahren kann ich nicht sagen: „Ich will jetzt Fliesenleger werden.“

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