Badezentrum: Für 350000 Euro könnte das Außenbecken eine mobile Überdachung erhalten, meinen die drei Schwimmvereine.

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Dieses Außenbecken im Badezentrum Bockum soll im Winter mit einer Traglufthalle überspannt werden.

Dieses Außenbecken im Badezentrum Bockum soll im Winter mit einer Traglufthalle überspannt werden.

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Dieses Außenbecken im Badezentrum Bockum soll im Winter mit einer Traglufthalle überspannt werden.

Krefeld. Die Idee klingt nicht dumm: Die Interessengemeinschaft (IG) Schwimmen wünscht sich eine mobile Überdachung des Freibadbereichs am Badezentrum Bockum, um das Becken im Winter nutzen zu können.

Die IG, in der sich die Schwimmvereine Bayer, Neptun und SVK 1972 engagieren, schätzt die Baukosten einer so genannten Traglufthalle auf 350000 Euro. Hinzu kämen Betriebskosten von 150000 Euro jährlich.

Eine Traglufthalle für das Badezentrum ist nach Aussage von Gottschalk der "Plan B der IG". "Vier Millionen Euro für ein Sportbad sind politisch derzeit einfach nicht umsetzbar", stellt der SVK-Vorsitzende fest. Weil für diesen Neubau im Etat der Stadt für 2010 bereits 2,4 Millionen Euro vorgesehen und bewilligt seien, könnten davon die Kosten der Traglufthalle entnommen werden, meint Gottschalk.

"Da es sich um ein reines Sportbad in Regie von Vereinen und Schulen handeln würde, sind die zusätzlichen Personalkosten sehr gering, da die Vereine die Aufsicht übernehmen", sagt Werner Gottschalk, Vorsitzender des SVK.

Entfallen würde bei einer Realisierung die Traglufthalle der Schwimmsportfreunde Aegir, die nach elf Jahren intensiver Nutzung in Kürze sowieso erneuert werden müsste. Die Stadt steckt derzeit rund 110000 Euro jährlich in die Aegir-Halle.

Das Badezentrum Bockum bietet ideale Voraussetzungen

Beim Leiter des Sport- und Bäderamtes, Detlef Flick, war das Schreiben der IG bis Dienstagnachmittag noch nicht angekommen. Flick wollte deshalb keine Stellungnahme abgeben.

Das erst 2006 sanierte Außenbecken bietet nach Ansicht der IG ideale Voraussetzungen für eine solche Lösung. Es ist 50 Meter lang (ideal für Schwimmer) und 21 Meter breit (ideal für Wasserballer). "Außerdem sind die Sanitär- und Umkleidemöglichkeiten für 5000 bis 6000 Menschen im Sommer ausgelegt, für den Winter also sogar überdimensioniert. Man würde zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen", sagt der Vorsitzende.

Wie dringend die Vereine zusätzliche Badezeiten benötigen, belegt der Funktionär mit Zahlen. "Sowohl der SV Bayer als auch Neptun haben große Nachfrage nach Schwimmkursen für Kinder, können vielen Anfragen aber nicht entsprechen. Bei Neptun gibt es Wartezeiten von bis zu einem Jahr." Für diesen Winter sei der Zug aber abgefahren.

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