Der Handball-Drittligist lässt die Frist für die Lizenz verstreichen. Hallen in Krefeld sind nicht nutzbar oder zu klein.

Krefeld. Handball-Drittligist HSG Krefeld hat die Frist zur Einreichung der Zweitliga-Lizenz bei der DKB-Handball-Bundesliga GmbH verstreichen lassen. Damit spielt das Team von Trainer Olaf Mast in dieser Spielzeit zwar weiter um den Titel des Westdeutschen Meisters. Ein Aufstieg in die zweite Liga ist damit jedoch definitiv ausgeschlossen. Die HSG-Verantwortlichen hatten bis Dienstagnachmittag noch auf ein positives Signal aus der Stadt-Spitze gehofft, damit zumindest die infrastrukturellen Voraussetzungen, die von Verbandsseite gestellt wurden, noch erfüllt werden konnten.

Die HSG müsste in eine größere Halle umziehen

Doch Krefelds Sportdezernent, Thomas Visser, sagt: „Es gibt keinen belastbaren Zeitpunkt, wann die Glockenspitzhalle wieder für den Sport zur Verfügung stehen kann. Alternativen wie die Sporthallen Reepenweg und Horkesgath oder das Berufskolleg in Uerdingen sind zwar Handball-tauglich, aber aus wirtschaftlichen Gründen stellen sie für die HSG Krefeld keine Alternativen dar.“

Damit konnten die HSG-Verantwortlichen am Dienstag um 15.30 Uhr die Zweitliga-Träume zu den Akten legen. Die Mannschaft wurde am Abend vor dem Training über die Entscheidung informiert. HSG-Geschäftsführer Thomas Wirtz sagte zur aktuellen Situation: „Wir möchten uns zunächst bei der Stadt Krefeld für den offenen Dialog und die Anstrengungen bedanken. Wir zeigen Verständnis, dass uns derzeit leider keine konkrete Zusage gemacht werden kann. Dennoch ist der Umzug unumgänglich und für die Zukunft und Weiterentwicklung der HSG Krefeld zwingend erforderlich.“

Ob sich die Aufstiegschance für die Krefelder erneut stellen wird, bleibt abzuwarten, denn starke Konkurrenz, wie aus Dormagen und Hagen droht der Zweitligaabstieg.

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